Úvaly
Úvaly (deutsch Auwal) ist eine Stadt mit 5191 Einwohnern in Brandýs nad Labem-Stará Boleslav kreuzt.
Die Výmola und ihre Zuflüsse P?i?imaský potok und ?kvorecký potok speisen im Stadtgebiet die Teiche Lhoták, Fabrák, Mlýnský rybník und den trockengelegten Hodovský rybník. Westlich der Stadt liegen die Überreste der Burg Skara.
Nachbarorte sind Nové Jirny und Horou?ánky im Norden, Tlustovousy im Nordosten, Tuklaty und Rostoklaty im Osten, Límuzy und P?i?imasy im Südosten, ?kvorec im Süden, Dobro?ovice und Kv?tnice im Südwesten sowie die Prager Ortsteile Újezd nad Lesy im Westen und Klánovice im Nordwesten.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung von Úvaly stammt aus dem Jahre 1290. Ab 1300 wurde der im Besitz von Prager Patriziern befindliche Ort als Markt bezeichnet. Úvaly gehörte teilweise zur Herrschaft ?kvorec, die 1361 der Prager Patrizier Velflín Menhart Olbramovi? erwarb. Diese Linie der Familie Wolfram (Olbramovici), die ursprünglich aus Eger stammte, benannte sich nach ihrem Sitz schließlich von ?kvorec. Aus ihr entstammt der Prager Erzbischof Olbram von ?kvorec. Wegen Überschuldung musste die Familie von ?kvorec 1418 auch die Herrschaft ?kvorec an ihre Gläubiger abtreten, und Jan z Klu?ova wurde neuer Besitzer. Nach weiteren Verkäufen erwarb 1462 Jan ?en?k z Klin?tejna die Herrschaft.
Den anderen Anteil von Úvaly hielt die Familie von Hostyn?, ihn erwarb 1560 ebenfalls die Familie Smi?ický von Smi?ice
Der Ort den Václav Hájek z Libo?an 1541 noch als Marktflecken bezeichnete, war durch die Schäden des Dreißigjährigen Krieges in die Bedeutungslosigkeit verfallen und wurde 1654 nur noch als untertäniger Flecken bezeichnet.
Nach den Herren von Klin?tejn folgten die Herren von St??ov, ab 1532 die Smi?ický von Smi?ice als Besitzer. Nach deren Aussterben fiel der Besitz an Albrecht von Waldstein, der die Herrschaften ?kvorec, Kostelec und Uh?in?ves an Karl_von_Liechtenstein verkaufte. Bis zur Ablösung der Patrimonialherrschaften im Jahre 1850 blieben die Liechtensteiner Besitzer von Úvaly und hielten darüber hinaus bis ins 20. Jahrhundert umfangreichen Grundbesitz.
1754 wurde eine Poststation eingerichtet und 1854 erhielt der Flecken ein Postamt. 1835 wurde Úvaly wieder zum Marktflecken erhoben.
1844 begann unter Leitung von Jan Perner der Bau der Eisenbahnstrecke Prag-Olmütz, auf der am 20. August 1845 der erste Zug durch Auwal rollte. Dabei wurde über die Výmola ein 135 m langer Viadukt errichtet.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Bergbau auf Eisenerz aufgenommen, und in der Flur Na Ouvaláku wurden acht Schächte abgeteuft. Später entstand noch eine Ziegelei und die Zuckerfabrik.
1921 wurde die Schreibweise des Ortsnamens von Ouvaly in Úvaly geändert. Seit 1969 besitzt Úvaly Stadtrechte.
Sehenswürdigkeiten
*Die Kirche der Verkündigung des Herrn wurde errichtet an Stelle einer 1342 durch Ernst von Pardubitz geweihten Kapelle. Ihre barocke Gestalt erhielt sie beim Umbau von 1742.
*Statue des Hl. Johannes von Nepomuk, errichtet 1701
*Statue des Ernst von Pardubitz aus dem Jahre 1869
*Das 135 m lange Eisenbahnviadukt Dev?t kanál? wurde 1844 errichtet
*Pfarrhaus, 1856 errichtet
*Schule, Neorenaissancebau aus der Zeit von 1911-1912
*Gutshof aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts
Feste Hostyn?
Im südlichen Stadtviertel Slovany zwischen dem P?i?imaský potok und der Straße nach ?kvorec liegt der Hof Hostín. Die frühere Feste Hostyn?, von der noch historisches Mauerwerk und unterirdische Gänge erhalten sind, soll der Geburtsort von Ernst von Pardubitz sein Zeitgenössische Quellen zu seinem Geburtsort existieren nicht. Neben der Feste Hostyn? werden in neueren Quellen genannt: Glatz, wo sein Vater um 1300 Burgherr war, Hostinka bei Böhmisch-Skalitz, das seinen Vorfahren gehört haben soll und Staré Hrady bei Jitschin, das nachweislich um 1340 im Besitz der Familie war. Angaben aus: Jaroslav Polc: Ernst vom Pardubitz. In: Ferdinand Seibt, Lebensbilder zur Geschichte der böhmischen Länder, Bd. 3, 1978, S. 26.;.
Die Anlage ist nicht begehbar, der Hof dient als Autoverwertung und Sammelstelle für Sekundärrohstoffe.
Söhne und Töchter der Stadt
• von Pardubitz] (1294-1364), Erzbischof von Prag, (nach Benesch von Weitmühl auf der Feste Hostyn? bei Úvaly geboren)
• Majerová] (1882-1967), tschechische Schriftstellerin, in Úvaly geboren
Weblinks
• Website der Stadt
• Burg Skara
• ausführliche Darstellung zur Stadtgeschichte und zur 700-Jahrfeier

