Joseph Autran
Joseph Antoine Autran (20. Juni 1813 in Marseille; ? 6. März 1877 in Marseille) war französischer Dichter und Schriftsteller.Leben und Werk
Autran war Sohn eines Kaufmanns, er verlebte in Marseille angesichts des Meers eine dichterisch angeregte, sonst ziemlich gedrückte Jugend und widmete sich nach vollendeten Studien der schriftstellerischen Laufbahn.
Im Jahr 1852 gelangte er durch Erbschaft in den Besitz eines großen Vermögens; 1868 wurde er Mitglied der französischen Akademie. Seine Hauptwerke sind:
Die Gedichtsammlung
*La mer (1835), welche, bedeutend erweitert, 20 Jahre später unter dem Titel:
*Les poëmes de la mer erschien;
Die Tragödie
*La fille d'Eschyle (étude antique en cinq actes et en vers) (1848), welche glänzenden Erfolg hatte und ihm zu gleichem Teil mit Émile Augier (für dessen ?Gabrielle?) den großen Preis der Akademie eintrug,
ferner das epische Gedicht
*Milianah: épisode des Guerres d'Afrique (1852);
Sowie:
*La vie rurale: tableaux et récits (1856);
*Le cyclope (1863);
*Paroles de Salomon (1869);
*La légende des Paladins (1875).
Autrans Dichtungen sind wohlgefeilt und von einem hellenisch-klassischen Anflug, haben aber tiefere Spuren in dem geistigen Leben seiner Nation nicht zurückgelassen. Sie erschienen gesammelt in 8 Bänden (Paris 1874-81).
Literatur
*G. Ancey et E.-A. Eustache: Joseph Autran, sa vie et ses oeuvres''. Paris 1906

