Autologisierung
Als Autologisierung bezeichnet man im Journalismus und in der neueren Medientheorie die Feststellung, dass sich journalistische Quellen zunehmend auf andere journalistische, d.h. endogene Quellen und journalistische Themen zunehmend auf bereits in den Medien behandelte Themen beziehen. Wichtig ist nicht, was kommuniziert wird, sondern, dass kommuniziert wird (vgl. Norbert Bolz 1997).
Medienexterne Quellen wie Politiker, Künstler, "Betroffene", Meinungsführer oder Rezipenten (Fremdreferenz) werden dabei zunehmend verdrängt durch Selbstreferenz. Bei tendenziell autopoietisch operierenden Medien entstehen Medienthemen in Redaktionssitzungen, Besprechungen mit Vorgesetzten usw.
Das Phänomen wird mit anderen Beobachtungen als Autopoietisierung des Journalismus bezeichnet.
Siehe auch
Konstruktivismus,
Systemtheorie
* Unterscheidung Exoterik - Esoterik
Weblinks
* http://phaidon.philo.at/~sascha/fokus-gesamtbild.htm - Philosophisch-anthropologisches Gesamtbild

