Autologie
Unter Autologie versteht man die Eigenschaft von Aussagen, auf sich selbst anwendbar zu sein. Dieser Teil der Logik ist für die Theorie selbstreferentieller_Systeme notwendig. Als Beispiel könnte die Aussage eines Kreters dienen, der sagt: "Alle_Kreter_sind_Lügner". Da er ein Kreter ist, trifft diese Aussage auch auf ihn zu. Dies ist zwar noch keine Paradoxie, lässt sich aber zu einer solchen verschärfen (siehe Lügner-Paradox).Autologie kann bestimmte Elemente oder Teilmengen von Mengen betreffen. Beispielsweise ist "dreisilbig" ein autologisches Wort aus der Menge der dreisilbigen Wörter. Es kann weitere dreisilbige autologe Wörter geben, wie "autolog".
Die Autologie als Selbstbeschreibung beinhaltet auch Tautologien ("Dies ist ein Satz.") und Paradoxien ("Dieser Satz ist heterolog." - Wenn er heterolog ist, ist er autolog, wenn er aber autolog ist, ist er nicht heterolog, also auch nicht autolog.)
Für die Systemtheorie ist relevant, dass Systeme Selbstbeschreibungen anfertigen können. In diesem Sinne könnte man zum Beispiel die Soziologie als die Selbstbeschreibung der Gesellschaft verstehen.
Siehe auch: Liste autologer Wörter, autologes Adjektiv, Grelling-Nelson-Antinomie.

