Autogenes Brennschneiden
Autogenes Brennschneiden ist eine Art des thermischen_Trennens mit einem manuell oder maschinell geführten Schneidbrenner.
Eine ringförmige Brenngas-Sauerstoff-Flamme (Heizflamme) erwärmt das Werkstück lokal bis auf Zündtemperatur. In der Mitte der Brennerdüse tritt Sauerstoff unter hohem Druck aus und verbrennt den Stahl. Weiterhin treibt er die Schneidschlacke (Oxide und Schmelze) aus der Fuge. Durch den Brennervorschub entsteht eine Schnittfuge, an deren Aussehen der Fachmann erkennt, ob die eingebrachte Wärme und die Vorschubgeschwindigkeit stimmt.
Schneidbedingungen
Das Metall muss im Sauerstoffstrom verbrennen. Die Entzündungstemperatur muss daher unter der Schmelztemperatur liegen. Ein hoher Kohlenstoffgehalt rückt die Entzündungstemperatur und die Schmelztemperatur dichter zusammen, Grauguss ist daher nicht brennschneidbar.
Unregelmäßigkeiten
Beim Brennschneiden kann es zum Anhaften der Schlacke, zu Kantenausschmelzung und übermäßiger Schnittrillenbildung kommen. Außerdem können Winkelabweichungen an der Schnittfläche auftreten. Allerdings liegt das Problem meistens darin, das die Brennerdüse verschmutzt oder der Sauerstoffdruck zu hoch eingestellt ist. Die Höhe des zu verwendenden Sauerstoffdrucks ist an der Brennerdüse abzulesen.
Es ist also immer darauf zu achten, das der Druck zur Düse und die Düse zur Stärke des zu schneidenden Materials passt.
Weitere Verfahren
sind Metallpulverschmelzschneiden, Mineralpulverschneiden, Brennfugen, Brennflämmen, Brennbohren und Flammstrahlen.

