FC Tatabánya
Der Football Club Tatabánya ist ein Zweiten_Weltkrieg tastete sich der TSC langsam an das Niveau der Oberhausmannschaften in Ungarn heran.
Im Spieljahr 1947/48 gelang erstmals der Aufstieg in das Oberhaus des ungarischen Fußballs, was umso bedeutender war, da der ungarische Fußball zu dieser Zeit der damaligen Weltelite angehörte. Hilfreich wirkte sich dabei die politische Unterstützung der Schwerindustrie aus. Diese Möglichkeiten nutzend begann der Verein mit Gál, Triff, Árkosi, Szabó, Kiss, Zárai, Majtán, Dóra, Berki, Balla, Dobos, Lázár ein starkes Team für die Saison im Oberhaus zusammenzustellen.
In den ersten Saison schloss die Mannschaft jedoch nur mit Platz 13 ab und musste somit den Gang in die zweite Liga antreten, in der sie für drei Jahre verblieb. Nach dem Wiederaufstieg konnte sich der TSC erneut nur auf dem 16. Rang der 1. Ungarischen Liga platzieren und stieg wiederum in die zweite Liga ab. Bis 1955 spielte der Verein zweitklassig, aber 1956 erreichte die Mannschaft den Wiederaufstieg. Im darauf folgenden Jahr schafften sie sogar den Klassenerhalt.
In der Saison 1957/58 belegte der Tatabányai SC den siebten Platz, bevor der Verein in der Folgesaison mit dem vierten Tabellenrang seinen bis dahin größten Erfolg feierte und mit dem Titel ?Beste Provinz-Mannschaft? bedacht wurde. Der Torhüter zu dieser Zeit war der aus der ?Goldenen_Mannschaft? (?Arany Csapat?) bekannte Gyula Grosics. Der vierte Tabellenrang berechtigte die Mannschaft des damaligen Trainers Károly Lakat nicht nur zum Antreten im Duna-Pokal (?Donau-Pokal?), aus dem sich der Klub mit zwei Niederlagen wieder verabschiedete, sondern auch zum Start im ?Mitteleuropäischen_bzw._Mitropa-Pokal?.
Das Antreten im ?Mitteleuropäischen Pokal? wurde ein großer Erfolg, denn der Verein, der sich bereits hier 'Tatabányai Bányász Sport Club' nannte, bezwang im Endspiel den Tschechoslowakischen Verein Bratislava. Weil der TBSC nun auch international ein Zeichen setzte, wurde der Verein 1962 zu einem Sommerturnier eingeladen. Dort spielten sie gegen den 1. FC Kaiserslautern, Servette Genf, FC Nancy und Ajax Amsterdam.
Bei den Olympischen_Spielen in Tokio gewannen zwei Fußballspieler aus den Tatabánya-er Truppe, Tibor Csernai und József Gelei, mit der ungarischen Nationalmannschaft das Endspiel. Während der Olympischen_Sommerspielen traten die anderen TBSC - Spieler mit dem Verein auf einem Asienturnier auf, wo sie gegen indische, russische und burmesische Teams spielten. Den größten Erfolg erreichten sie vor 65.000 Zuschauern mit 1:0 gegen den ZSKA_Moskau.
In der Saison 1966 erreichten sie im ?Mitteleuropäischen Pokal? einen Platz unter den besten acht Vereinen, aber sie scheiterten dort gegen den AC Florenz. Der TBSC Trainer hieß Nándor Hidegkuti, ein berühmtes Mitglied der einstigen Goldenen_Mannschaft.
József Gelei und Gusztáv Szepesi vertraten den TBSC in der ungarischen Nationalmannschaft bei der WM_in_England, sie bezwangen Brasilien und beendeten das Turnier auf Platz 6. Bei den Olympischen_Spielen im Jahre 1968 in Mexiko gehörten erneut zwei Fußballspieler des TBSC zu den Gewinnern, sie hießen Iván Menczel und Gusztáv Szepesi. Noch nicht genug, das ungarische Team erreichte bei der Olympiade_von_1972 in München die Silbermedaille und es spielten erneut zwei Spieler, Kálmán Toth und Ádám Rothermel aus dem TBSC mit.
1972 schaffte der Verein erstmals die Teilnahme im Endspiel des ungarischen Pokals, in dem sie jedoch vom Ferencvárosi Torna Club (kurz FTC) 1:0 bezwungen wurden. In diesen Jahren war der TBSC Richtungsweiser des ungarischen Fußballs. In den 80er Jahren gehörten sie sogar zu den besten Mannschaften Ungarns.
Der Höhepunkt wurde 1988 erreicht, als der TBSC den zweiten Platz in der 1. ungarischen Liga belegte, allerdings musste der Klub auf Grund des politischen Wechsels in Ungarn absteigen. 1993 startete die Mannschaft sogar nur in der 3. Liga. Die Stars wechselten ins Ausland und wegen der politischen Systemänderung gingen die Großunternehmen Pleite, ähnliches drohte auch diversen Sportvereinen in Ungarn. Da es an bedeutenden Sponsoren fehlte, war der TBSC nahe am Bankrott.
Hier griff ein Geschäftsmann namens Péter Bíro aus Budapest ins Geschehen ein, als Tatabánya mit nur 6 Punkten am Tabellenende der 2. Liga stand und später abstieg. Im Sommer 1998 schafften sie den Wiederaufstieg in die 2. Liga. Unter der Führung von József Kiprich, der aus dem Ausland zurückgekehrt war, erreichten sie den Aufstieg in das Oberhaus und standen sogar im ungarischen Pokalendspiel. Hier gewann Debrecen mit 2:1.
Sie starteten nun wieder in der 1. Liga, erreichten sensationell den 4. Platz und qualifizierten sich damit für den UEFA Intertoto Cup, in dem sie allerdings nach der dritten Runde gegen Zenit St. Petersburg ausschieden.
Dank guter Leistungen in der Meisterschaft konnten sie in der nächsten Saison erneut im Intertoto Cup starten, hier verloren sie ebenfalls in der dritten Runde gegen den italienischen Vertreter Brescia Calcio.
Gegenwart
Im darauf folgenden Jahr spielte der Football Club Tatabánya schwach und musste sich erneut aus der 1. Liga verabschieden. Péter Bíró ging nach Szombathely und David Altomare, der im Besitz der Firma ?Auto Trader Kft.? ist, übernahm die Geschäfte. Seit kurzem beteiligt sich die Stadt Tatabánya ebenfalls am Fußballverein. Somit wurden die Probleme des Sport Klubs auf längere Sicht gelöst. Im Jahr 2005 wurde mit der Firma ?Cs?szer Kft.? ein neuer Hauptsponsor gewonnen. Der Vereinsname wurde aus diesem Grund in Cs?szer FC Tatabánya geändert.
Weblinks
• Offizielle Webseite
• Inoffizielle Webseite

