APOP
APOP ist ein optionaler Befehl für POP3, der erstmals in RFC 1460 spezifiziert wurde. Normalerweise werden die Daten für die Authentifizierung mittels der USER/PASS-Befehle als Klartext übertragen. Diese Methode stellt ein großes Sicherheitsrisiko dar, weil das Passwort für einen Angreifer leicht auslesbar ist (z.B. durch Sniffing). Bei APOP wird das Passwort stattdessen mit Hilfe des MD5-Algorithmus verschlüsselt übertragen. Voraussetzung ist allerdings ein Server, der dieses Kommando unterstützt.Authentifizerung mittels APOP
1. Phase
Der Client verbindet sich mit dem POP3-Server (über TCP/IP auf Port 110). Der Server antwortet mit einer Begrüßung in der Form:
+OK [Text]
Server, die APOP unterstützen, senden dabei zusätzlich das
2. Phase
Der Client generiert nun einen String (mit den spitzen Klammern) in der Form:
wobei passwort das Passwort des Benutzers ist.
Aus diesem String wird nun ein MD5-Hash berechnet, der dem Server mit dem APOP-Kommando mitgeteilt wird.
Die Syntax ist:
APOP name digest
wobei digest der MD5-Hash und name der Benutzername (der normalerweise mit dem Befehl 'USER' übergeben werden würde) ist.
3. Phase
Der Server berechnet seinerseits ebenfalls den MD5-Hash in der oben angebenen Form und vergleicht ihn mit dem vom Client. Sind sie identisch, ist die Authentifizierung erfolgreich gewesen und der Server sendet eine positive (in der Form +OK [Text]), ansonsten eine negative Antwort (in der Form -ERR [Text]).
MUAs mit APOP-Unterstützung
Die folgende Liste beinhaltet NICHT alle MUAs (Mail User Agents), die APOP
unterstützen.
Weblinks
• GNUMail
• Sylpheed
• KMail
• MH
• Ezimail
• Thunderbird
Literatur
* RFC 1460 (Post Office Protocol - Version 3)

