Landvermessung. Österreichische Bibliothek nach 1945
Landvermessung, vormals Austrokoffer, ist ein anlässlich des Jubiläumsjahres_der_Republik_Österreich_2005 (50 Jahre Staatsvertrag, 60 Jahre Republik, 10 Jahre EU-Beitritt) herausgebrachtes, großes, doch dank staatlicher Förderung preisgünstiges (50 ?) Sammelwerk österreichischer Literatur. Herausgeber Günther Nenning, Mitherausgeber Milo Dor, Marie-Thérèse Kerschbaumer, Anna Mitgutsch, Robert Schindel und Julian Schutting. Die Sammlung gibt in 21 Bänden auf ca. 8000 Seiten Beispiele des Schaffens von 139 österreichischen Autorinnen und Autoren seit 1945, davon sind 16 Bände Romane, zwei Bände Erzählungen und je einer Gedichte, Theaterstücke sowie Essays.Kurz nach Bekanntwerden dieses damals Austrokoffer genannten Vorhabens im August 2004 regte sich vor allem bei einigen bekannt kritischen Autoren Widerstand. So kündigten unter anderem Friedrich Achleitner, Ilse Aichinger, Elfriede Jelinek, Gerhard_Roth, Michael Scharang und Marlene Streeruwitz an, keine Texte zur Verfügung zu stellen. Die Kritik bezog sich vor allem darauf, dass in dem Werk die Österreichische_Bundesregierung und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel als Initiatoren des Projektes genannt, und die Autoren zum "Sich-Abfeiern" der Regierung benützt werden sollen.
Darüber hinaus bezweifelte man den Sinn des Projektes, das auch ohnehin erhältliche Romane neu auflegt, stellte die Frage der politischen Unabhängigkeit von Kunst, und diskutierte das Ganze in Autorenverbänden wie der Interessengemeinschaft österreichischer Autorinnen und Autoren sowie der Grazer Autorenversammlung äußerst kontrovers.
Zitat
Schlimmer als nicht gedruckt zu werden ist, von Nenning herausgegeben zu werden. (Michael Scharang)
Weblink
*http://www.landvermessung-vormals-austrokoffer.at/

