Australische Gespenstschrecken
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! Wissenschaftlicher_Name
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| class="taxo-name" | Extatosoma
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| class="Person" | Gray, 1833
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Die Australischen Gespenstschrecken (Extatosoma) sind eine Gattung aus der Ordnung der Gespenstschrecken (Phasmatodea). Sie sind in den Tropen und Subtropen von Australien heimisch.
Merkmale
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Die Australischen Gespenstschrecken zeichnen sich durch einen langen und dünnen Körper aus. An den blattähnlich aussehenden Gliedmaßen haben sie kleine Stacheln. Mit diesem Körper ähneln sie einem Pflanzenteil, insbesondere Ästen. Dadurch sind sie für Fressfeinde nur sehr schwer zu entdecken (Mimese). Sie erreichen eine Körpergröße von ca. 140 mm. Bei ausgewachsenen Tiere kann die Färbung gelb bis bräunlich oder grün sein. Die Färbung variiert aufgrund verschiedener Umweltbedingungen, wie z. B. Nahrung und Temperatur. Auch können sich Australische Gespenstschrecken im Verlaufe ihres Lebens umfärben.
Die Männchen haben stark ausgeprägte Flügel, die Weibchen lediglich Stummelflügel. Ausgewachsene Weibchen sind erheblich dicker als die Männchen. Im Gegensatz zu den Männchen haben die Weibchen auf dem Rücken paarweise angeordnete Stacheln. Weibchen tragen das Abdomen auch im ausgewachsenen Zustand skorpionsartig über dem Kopf gestreckt. Bei Männchen wird dies nach der letzten Häutung durch die langen Flügel verhindert.
Die Australischen Gespenstschrecken besitzen die Fähigkeit, Extremitäten an vorgesehenen Bruchstellen zwischen Schenkel und Schenkelring abzuwerfen (Autotomie) und diese bei der nächsten Larvenhäutung wieder zu ersetzen (Regeneration).
Australische Gespenstschrecken können sich jungfräulich fortpflanzen (Parthenogenese). Sie legen ihre Eier einzeln auf dem Boden ab. Die Entwicklungsdauer der Embryonen beträgt ca. 5 bis 6 Monate und die der Nymphen ca. 4 bis 6 Monate. Während der Entwicklung häuten sich die Tiere fünf Mal. Die frisch geschlüpften Jungtiere haben einen kleinen schwarzen zierlichen Körper und einen roten Kopf. Mit ihrem Aussehen und ihrer Bewegung imitieren sie die australische Ameisengattung Leptomyrmex.
Ausgewachsene Weibchen leben bis zu einem Jahr lang, Männchen erreichen ein Lebensalter von 3 bis 5 Monaten.
Verhaltensweise
Die Australischen Gespenstschrecken wandeln zur Fortbewegung nur bedächtig umher. Vorwiegend bewegen sie sich in der Nacht fort und verharren tagsüber am gleichen Ort. Zudem schaukeln sie bei der Fortbewegung hin und her, um dadurch sich im Wind schaukelnde Pflanzenteile nachzuahmen. Der gleiche Schaukeleffekt tritt auf, wenn sich in der näheren Umgebung der Gespenstschrecken Pflanzenteile oder Tiere bewegen. Zusätzlich zum Aussehen tarnen sich die Gespenstschrecken dadurch vor ihren Fressfeinden. Ausgewachsene männliche Tiere sind zudem in der Lage zu fliegen.
Australische Gespenstschrecken sind blätterfressende Tiere und ernähren sich in ihrer Heimat von Eukalyptus. Sie fressen jedoch auch Brombeerblätter.
Die Eier werden von den Weibchen aus dem Abdomen geschleudert und landen auf dem Boden. Australische Feuerameisen sammeln diese Eier, die nach Pflanzensamen aussehen, ein und transportieren sie in ihre Speicherkammern in das Ameisennest. Die Schale ist für die Ameisen nicht zu knacken, da sie zu dick ist. Durch das Klima in diesen Bauten können sich die Nymphen entwickeln und schlüpfen dort aus. In den ersten zwei bis drei Tagen sehen sie anatomisch ähnlich aus wie die Feuerameisen d. h. ihr Körper ist schwarz und der Kopf rot. So, gelingt es ihnen unversehrt aus den Bauten zu entkommen und sich ihre Futterpflanzen zu suchen, um sich dort weiter zu entwickeln. Die Jungtiere laufen einige Tage in schnellem Tempo herum, bevor sie bei einer geeigneten Nahrungspflanze zur Ruhe kommen.
Weblinks
• www.phasmidenwelt.de Informationen zu Extatosoma tiaratum
Bilder
Bild:Extatosoma tiaratum 113.jpg|Männchen nach der ersten Larvenhäutung
Bild:Extatosoma tiaratum 114.jpg|Männchen nach der vierten Larvenhäutung
Bild:Extatosoma tiaratum 110.JPG|Männchen beim Fressen
Bild:Extatosoma tiaratum 115.jpg|alte Hülle eines Männchens nach Larvenhäutung
Bild:Gespenstheuschrecke.jpg|Weibchen
Bild:Extatosoma tiaratum 117.JPG|Weibchen nach der vierten Larvenhäutung
Bild:Extatosoma tiaratum 118.JPG|Weibchen nach der fünften Larvenhäutung
Bild:Extatosoma tiaratum 119.JPG|Weibchen nach der fünften Larvenhäutung
Bild:Eier Extatosoma.jpg|Eier von extatosoma tiaratum

