Austral-Inseln
Raivavae
Rapa
Rimatara
Rurutu
Tubuai
|-
| Zugehörigkeit || Französisch
|-
| Andere Sprachen || Polynesische Dialekte
/'>-
| Centimes)
/'>-
| Einwohner /'>| 6900
|}
Die Austral-Inseln (auch Tubuai-Inseln) sind eine Inselgruppe Tubuai.
Klima
Ganzjährig verändert sich das Wetter auf den Inseln statistisch gesehen nicht. Der ozeanische Winter wird durch die warmen Winde aus der Bass-Straße ausgeglichen.
Das Jahresmittel ist dem Monatsdurschnitt somit kongruent und beträgt 24 °C Nachttemperatur und 31 °C Tageshöchsttemperatur. Das Klima ist bei im Schnitt 2000mm Niederschlag als subtropisch-feucht zu bezeichnen.
Wirtschaft
Prinzipiell sind die nur 6900 Einwohner der Inseln minimalistische Selbstversorger. Was über den existenziellen Bedarf hinausgeht, wird von Tahiti importiert.
Die Zinkvorkommen wurden nur bis zirka 1985 wirtschaftlich verwertet, die Abgeschiedenheit entpuppte sich als zu kostenaufwendig.
Tubuai wird aufgrund der Nahrungsmittelexporte innerhalb Französisch-Polynesiens auch als Die Speisekammer bezeichnet.
Was an modernen Standards auf den Inseln vorhanden ist, wird hauptsächlich durch den Tourismus finanziert. Zwar sind die Inseln touristisch nur sehr wenig erschlossen, dennoch kommen gerne Urlauber, die die Abgelegenheit schätzen.
Fauna und Flora
Die Austral-Inseln sind für ihre farbenfrohe Blütenwelt bekannt. Die Mischwälder aus Laubbäumen und Palmen beinhalten mitunter Pflanzen, die nur hier gedeihen. Aufgrund des Klimas ist ganzjährig Blütenzeit, was den weltbekannten Geruch Französisch-Polynesiens ausmacht.
Im Winter tummeln sich Buckelwale vor den Küsten der Inselgruppe.
Die Atomtests Frankreichs 1966-1968 werden schon seit langem für Zerstörungen der Unterwasserwelt verantwortlich gemacht. Daneben häufen sich neuerdings aber auch Hinweise darauf, dass sich Flora und Fauna des betreffenden Gebietes erstaunlich schnell erholt und eine neue, weitaus üppigere Vielfalt hervorgebracht haben sollen.
Archäologie und Geschichte
Nach neueren Zeitbestimmungen einer australischen Forschergruppe um Atholl Anderson von der National University Canberra mit Hilfe der Radiokarbonmethode, u.a. an Ablagerungen in Mooren auf Rapa, konnte der Besiedlungszeitpunkt der Insel auf ca. 1200 n. Chr. fixiert werden. Die ersten Siedler kamen in einer 1500 Jahre dauernden Wanderung von den Fidschi-Inseln über Tonga und Samoa hierher. Sie fanden hervorragende Lebensbedingungen vor, so dass die Bevölkerungszahl schnell anstieg. Durch intensiven Raubbau, Brandrodungen für den Anbau der Wasserbrotwurzel kam es zur ökologischen Katastrophe. Die Rodungen hatten eine weitreichende Bodenerosion zur Folge, die die Grundlage des Ackerbaus allmählich vernichtete. Die Bevölkerung zog sich in die Berge ins Innere der Insel Rapa zurück und zerfiel in kleinere Gruppen, die sich in der Folge um die verbliebenen Ressourcen bekämpften. Die Wissenschaftler stießen auf die Reste von 15 Festungen auf den Gipfeln der vulkanischen Insel. 1791 kamen die ersten Europäer nach Rapa, damals lebten noch etwa 2.000 Eingeborene auf der Insel. Heute sind es weniger als 500.Aufstieg und Fall auf Rapa. in: Abenteuer Archäologie. Kulturen, Menschen, Monumente. Spektrum der Wissenschaft Verl.-Ges., Heidelberg 2006,4,S.8.
Quellenangaben
Literatur
*David Stanley: Südsee-Handbuch. Walther, Bremen 1981, 1994 (4.Aufl.). ISBN 3-923550-40-5

