Ausfallstraße
Eine Ausfallstraße ist ein Verkehrsweg, meist eine Straße, aber auch eine Autobahn, die von einer Innenstadt in die Außenbezirke führt und einen wesentlichen Teil des Individualverkehrs vom Zentrum zum Stadtrand trägt.Funktion / Charakter
Dabei übernimmt die Ausfallstraße die Funktion einer Verbindung zum Umland und häufig auch zur Anbindung an die am Stadtrand liegenden Autobahnen und weiteren Infrastruktureinrichtungen wie Wohngebieten und Gewerbegebieten.
Durch die oft starke Fokussierung auf die Ausfallstraßen ? besonders wenn es nur eine Ausfallstraße in eine bestimmte Richtung gibt ? sind diese häufig, besonders im Berufsverkehr, überlastet.
In großen Städten bilden die Ausfallstraßen ein Netz, das radial vom Zentrum ausgeht und durch mehrere Ringstraßen um das Zentrum verbunden sind.
Die Ausfallstraßen sind wegen ihrer Bedeutung, die oft überregional ist, als Bundesstraßen deklariert, gelegentlich sind sie auch Schnellstraßen, die mitunter autobahnähnlich ausgebaut sind.
Es gibt auch Ausfallstraßen, die lediglich ein Teilzentrum einer Stadt mit den Außenbezirken verbinden, und nicht bis zum Stadtrand reichen, dort ist der überregionale Charakter nicht so stark ausgeprägt und wird nur durch die Anbindung an weitere Straßen, die auch Ausfallstraßen sein können, bestimmt.
In großen Ballungsräumen mit mehreren Zentren, wie Berlin, dem Ruhrgebiet oder dem Rhein-Main-Gebiet, verbinden Ausfallstraßen auch die einzelnen Zentren, so dass eine Ausfallstraße aus einer Stadt oder einem Zentrum gleichzeitig die Ausfallstraße aus einer anderen Stadt oder einem Zentrum in die andere Richtung ist.
Ausfallstraßen spielen bei der Suburbanisierung eine entscheidende Rolle, denn sie sind wie andere Infrastruktureinrichtungen wie beispielsweise Eisenbahnstrecken ein wichtiger Standortfaktor. Um große Straßen und Eisenbahnlinien siedeln sich gewöhnlich mehr Wohn- und Gewerbeflächen an, als um eine verhältnismäßig schlecht angebundene Fläche mit ähnlichen naturräumlichen Voraussetzungen.

