Aurora Borealis (Forschungsschiff)
Aurora Borealis ist der Name eines geplanten Forschungsschiffes. Das Schiff, das unter der Federführung des Helmholtz-Zentrums Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung entwickelt wird, ist für die Polarforschung in der Arktis vorgesehen.
Das Schiff ist als europäisches Gemeinschaftsprojekt geplant. Es soll ganzjährig in der Arktis bzw. an der arktischen Eiskante eingesetzt werden können. Dazu ist das Schiff als Forschungseisbrecher konzipiert, das geschlossene Eisschichten bis zu 2,5 Meter Dicke bei einer Geschwindigkeit von 2 bis 3 Knoten brechen kann.
Für die Forschung wird das Schiff mit einem Bohrturm ausgestattet, mit dessen Hilfe Tiefenbohrungen am Meeresgrund auch noch in einer Wassertiefe von 4.000 Metern bei einer Eindringtiefe von 1.000 Metern in den Meeresgrund möglich sein werden. Der Bohrapparat wird dafür in der Mitte des Schiffes durch ein sog. ?Moonpool? im Schiffsrumpf abgelassen. Über ein Hiev-Kompensations-System kann das Schiff während des Bohrvorgangs in Positions gehalten werden. Über ein zweites ?Moonpool? ist der Einsatz von autonomen und ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugen möglich.
Die Tiefseebohrungen mit dem Schiff sind für die Sommermonate geplant. In der übrigen Zeit sollen atmosphärische_Beobachtungen und Untersuchungen von Meeresströmungen und dem Ökosystem der Arktis durchgeführt werden.
Die geplanten Baukosten des Schiffes belaufen sich auf ca. 360 Millionen Euro. Die jährlichen Betriebskosten des Schiffs werden mit rund 17,5 Millionen Euro veranschlagt. Der Bau der ?Aurora Borealis? und ihr Einsatz in der Arktis würde das zeit- und kostenaufwendige Pendeln des Forschungseisbrechers ?Polarstern? zwischen der Antarktis und der Arktis überflüssig machen.
Quellen
• Grünes Licht für neues Forschungsschiff ?Aurora Borealis?
• Wissenschaftsrat gibt grünes Licht für die ?Aurora Borealis?

