Aurobindo Ghose
Aurobindo Ghose (Bengalisch: ??????? ???, , Arabinda Ghosh) (15. August 1872 in Kolkata; ? 5. Dezember 1950 in Pondicherry) war ein indischer nationalistischer Politiker, Philosoph, Hindu-Mystiker, Yogi und Guru. Seine Briefe, Gedichte und philosophischen Schriften sind mit Sri Aurobindo unterschrieben und veröffentlicht. Er verbindet in seiner Person die humanistische Bildung und das Wissen Europas mit der Weisheit und spirituellen Lehre Indiens.Leben
Kindheit in Kulna, Darjiling und Manchester (1872-1884)
Aurobindo Ghose wurde am 15. August 1872 in Kolkata geboren. seine frühe Kindheit verlebte er in Kulna in Bengalen. Sein Vater Dr. Krishna Dhan Ghose war 1864 mit neunzehn Jahren mit der damals zwölfjährigen Swarnalata Bose verheiratet worden. Seine Eltern wurden nach den Riten des Brahmo Samaj, einer Reformbewegung des Hinduismus, getraut. Nach Aussage von Aurobindo war sein Vater aber Atheist. Er war durch seine anglisierte Geisteshaltung, gefördert durch einen zweijährigen Aufenthalt in England (1869-1871) zur Weiterbildung in Medizin, der bengalischen und indischen Kultur entfremdet. Folgerichtig versuchte er, seine Kinder von indischen Einflüssen fernzuhalten und ihnen eine ausschließlich europäische Ausbildung zu geben.
So besuchten Aurobindo und seine Geschwister in den Jahren 1877-1879 zunächst die Loretto-Klosterschule in Darjiling.
Aurobindo hatte vier Geschwister: zwei ältere Brüder, Benoy Bhushan und Mono Mohan und eine jüngere Schwester mit Namen Sarojini; ein dritter Bruder, Barindra, wird 1879 in Croydon in England geboren.
Laut Aurobindo hatte sein Vater, der sich wünschte, dass alle seine Söhne große Männer werden sollten, ihm in einer plötzlichen Inspiration den Namen Aurobindo gegeben, den bis dahin noch niemand in Indien oder der ganzen Welt erhalten hatte, damit er später unter den Großen der Welt einzigartig mit seinem Namen dastünde. Doch die Ironie der Welt wollte es, dass der Vater starb, bevor Aurobindo nach Indien zurückkehrte und die Bekanntheit seines Namens im Umfeld der indischen Freiheitsbemühungen zu einer häufigen Verwendung dieses Vornamens führte.
Im Alter von sieben Jahren wurde Aurobindo 1879 mit seinen Brüdern nach England geschickt. Sie wohnten in Manchester bei dem Geistlichen William H. Drewett. Während seine Brüder zur Schule gingen, wurde er von Reverend Drewett in Englisch, Latein und Griechisch und von dessen Mutter, Mrs. Drewett, in Geschichte, Geographie, Arithmetik und Französisch unterrichtet.
Jugend in London (1884-1890)
1884 siedelten die Brüder unter der Obhut von Mrs. Drewett nach London um. Aurobindo besuchte dort fünf Jahre lang die St. Paul?s School in West Kensington. Die alte Mrs. Drewett war eine glühende Missionarin und versuchte die drei Jungen zum christlichen Glauben zu bekehren. Als dies nicht gelang, mussten sie ihr Haus verlassen.
Es folgte nun eine Zeit bitterer Armut. Die Geldsendungen des Vaters, die nicht hoch waren und nur unregelmäßig eintrafen, reichten oft zum Leben kaum aus. Obwohl sie sparsam lebten, hatten sie oft nichts zu essen, ihre Kleidung war nicht warm genug für den Winter und die Wohnungen, in denen sie lebten, waren feucht und kalt.
Trotz dieser äußeren Bedingungen entwickelte sich Aurobindo zu einem guten Schüler. Wenn er seine Hausaufgaben erledigt hatte, las er englische und französische Literatur, Werke über die Geschichte Europas und lernte Italienisch, etwas Deutsch und ein wenig Spanisch. Viel Zeit verwendete er auf seine eigenen Dichtungen. Er gewann Preise in Geschichte und Literatur.
Studium in Cambridge (1890-1892)
Aurobindo erhielt von der St. Paul's School ein Stipendium von 80 Pfund jährlich, das ihm den Besuch des Kings Colleges in Cambridge ermöglichte. Wegen der oft fehlenden Geldzuwendungen von Seiten seines Vater war diese Zeit äußerlich von großer Armut geprägt. Wie seine Zeugnisse bestätigten, betrieb Aurobindo dennoch seine akademischen Studien mit regem Interesse und großen Erfolgen.
So erhielt er zahlreiche Preise und einer seiner Professoren bezeichnete ihn als ?einen brillanten jungen Altphilologen?.
Nach Abschluss seiner Studien sollte er auf Wunsch seines Vaters die Beamtenlaufbahn einschlagen. Durch Kontakte mit der Familie des Gouverneurs von Bengalen hatte der Vater bereits eine gute Stelle für seinen Sohn im Arrah-Distrikt ausfindig gemacht.
Der Sohn legte dem Vater zuliebe die Aufnahmeprüfung für die Beamtenlaufbahn ab. Später jedoch verabscheute er die Tätigkeit. So kam es, dass er, trotz guter Noten in den schriftlichen Prüfungen, dem Test im Reiten immer wieder auswich, bis Lord_Kimberley ihn schließlich als Kandidat für den indischen Staatsdienst disqualifizierte.
Zu dieser Entscheidung trug sicher auch die Tatsache bei, dass Aurobindo keineswegs wie sein Vater von England begeistert war. Er war tief berührt worden von englischer und westlicher Literatur, von Philosophie und Geschichtsschreibung, aber nicht von den Menschen, denen er begegnete.
Als Mitglied und zeitweilig als Sekretär der ?Indischen Majlis?, einem nationalen Studentenverband, hatte er revolutionäre Reden gehalten, die mit dazu beitrugen, dass er vom Staatsdienst ausgeschlossen wurde.
1893 kehrte er nach Indien zurück. Der Vater verstarb kurz vor der Ankunft des Schiffes an Herzversagen.
Berufliche und Politische Aktivitäten (1893-1908)
Da Aurobindo nicht zum englischen Staatsdienst in Indien zugelassen war, vermittelte ein ihm wohlgesinnter Verwandter des Gouverneurs von Bengalen, Aurobindo einen Posten in der Verwaltung des Fürstenstaats Baroda. Hier war er zunächst in der Abteilung für Briefmarken, Steuern und Post zuständig, bevor er auf eigenen Wunsch 1900 zum Professor für Englisch und Englische Literatur am Baroda College ernannt wurde. Er wurde schließlich Vice-Principal (stellvertretender Rektor) dieser Einrichtung. Daneben war Aurobindo Sekretär und Redenschreiber des Maharajas.
In Baroda lernte er Sanskrit und verschiedene andere indische Sprachen, besonders Marathi, Gujarati und seine Muttersprache Bengalisch.
Während der Baroda-Zeit, im April 1901, heiratete Sri Aurobindo Mrinalini Bose, die 1918 einen frühen Tod starb.
1906 verließ Aurobindo Baroda und ging als Vorstand des neu gegründeten ?Nationalen Bengalischen College? nach Kolkata.
Ebenfalls 1906 begann Aurobindo mit der Herausgabe des Journals ?Bande Mataram?, das zum Sprachrohr der ?Nationalist Party? wurde. Er wollte die Idee der Unabhängigkeit im Denken seiner Landsleute festigen und gleichzeitig eine Partei und schließlich die ganze Nation zu intensiver und organisierter politischer Aktivität bewegen, die zur Verwirklichung dieses Ideals führen sollte. Sri Aurobindos erstes Anliegen in dem Journal war, die vollständige Unabhängigkeit Indiens als politisches Ziel offen und nachhaltig zu propagieren; er war der erste Politiker in Indien, der den Mut aufbrachte, dies öffentlich zu tun.
Diese Tätigkeit als Herausgeber von Bande Mataram brachte ihn ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Von da an war er, was er faktisch schon eine Zeit lang gewesen war, der prominenteste Führer der Partei.
Während dieser Zeit politischer Aktivität wandte sich Sri Aurobindo verstärkt der Ausübung und des Studiums der indischen Yoga-Lehren und Yoga-Übungen zu. Eine entscheidende Wende nahmen diese Bemühungen, als er im Dezember 1907 mit dem Guru Vishnu Bhaskar Lele aus Maharashtra zusammentraf. Durch dessen Hilfe vertieften sich seine Kenntnisse und Erfahrungen der Yoga-Inhalte so sehr, dass er fortan seiner eigenen Idee der Yoga-Entwicklung folgte.
Nachdem Aurobindo 1908 unter der Anklage der Aufwiegelung ins Gefängnis kam, schrieb Rabindranath Tagore ein Gedicht, in dem er Aurobindo als einen vom Himmel entsandten Befreier pries:
:Vor dir, o Aurobindo, neigt Rabindranath sich tief!
:O Freund, Freund meiner Heimat, aus dem Indien's Seele rief,
:In dir verkörpert und befreit. Dein Los ist nicht gekrönt
:Von trägem Ruhm. Bequemlichkeit und Lohn hast du verpönt,
:Das mut'ge Herz, auf dornenreichen Pfaden aufwärts steigend;
:Vor deren Flamme die Nachlässigkeit, beschämt sich neigend,
:Das Haupt dem Strahlenglanze niederbeugt, und wo der Tod
:Die Furcht vergißt ...
Konversion zum Yogi in Alipur (1908-1909)
Seine endgültige Konversion vom aktiven Nationalisten zum Hindu-Weisen und Seher geschah während des einen Jahres, in dem er im Gefängnis in Alipur bei Kolkata inhaftiert war . Dort las und meditierte er über die Bhagavad Gita. Dies ließ ihn die zentrale Wahrheit der Hindu?Religion begreifen: ?Das ist die Religion, die zum Heil der Menschheit in der Abgeschlossenheit dieses Landes seit alters wertgehalten worden ist. Diese Religion zu vermitteln, dazu erhebt sich Indien. Indien erhebt sich nicht, wie andere Länder es tun, um seiner selbst willen oder um die Schwachen niederzutreten, wenn es stark geworden ist. Indien erhebt sich, um das ewige Licht, das ihm anvertraut ist, über die Welt auszubreiten.?
Der seiner Untersuchungshaft in einer Einzelzelle folgende Prozess war eines der bedeutendsten Verfahren für die Indische Nationale Bewegung. 49 Personen waren angeklagt und 206 Zeugen geladen, 400 Dokumente wurden zu den Akten genommen und 5.000 Beweisstücke vorgelegt, einschließlich Bomben und Revolver. Der Englische Richter C. B. Beechcroft war ein Student von Aurobindo in Cambridge gewesen.
Die Verteidigung für Aurobindo wurde von Chittaranjan Das geführt. Der Prozess dauerte ein volles Jahr. Aurobindo wurde als einziger Angeklagter am 6. Mai 1909 freigesprochen.
Ashram in Pondicherry (1910-1950)
1910 fuhr Aurobindo nach Pondicherry in Südindien, wo er bis zu seinem Ableben blieb. Er begann den ?Integralen Yoga? (Integral = umfassend; Yoga = Bewusstseinsentwicklung) zu entwickeln, im Sinne einer modernen, zukunftsweisenden, umfassenden Bewusstseinsentwicklung.
1914 machte er die Bekanntschaft mit Mira Alfassa und ihrem Ehemann Paul Richard. Gemeinsam mit ihnen brachte er die philosophische Zeitschrift ?Arya? heraus, in der bis 1920 die meisten seiner Hauptwerke zum ersten Mal veröffentlicht wurden.
Zu dieser Zeit begann er, seine Briefe und Artikel mit Sri Aurobindo zu zeichnen.
1920 - nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Japan - kam Mira Alfassa zu Aurobindo nach Pondicherry zurück und blieb dort bis zu ihrem Ableben. Sie leitete den Haushalt, der sich um Sri Aurobindo gebildet hatte und ab 24. November 1926 Sri Aurobindo Ashram genannt wurde. An diesem Tag verwirklichte Sri Aurobindo ? nach seiner eigenen Aussage ? die Bewusstseinsebene des Overmind (Übergeistes). Der Tag wurde fortan ?Siddhi Day? genannt. Der Ashram zählte zu dieser Zeit nicht mehr als 24 Schüler.
Aurobindo entschied im Dezember des gleichen Jahres, sich gänzlich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Er übertrug die volle Verantwortung für den Ashram auf Mirra Alfassa, die er mit der Göttlichen Mutter identifizierte. 1927 zogen Sri Aurobindo und ?Die Mutter? in die Rue Francoi Martin, wo sie für die restlichen Tage ihres Lebens blieben.
Der Ashram zählte 1928 rund 80 Mitglieder, davon nur wenige Kinder, und es ging ?ruhig? zu. Erst ab 1940, als die Zahl der Einwohner stieg und immer mehr Eltern mit Kindern aufgenommen wurden, wurde der ?geräuschlose Gang des Ashramlebens? merklich durch Kinderlärm ?gestört?.
Während der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten_Weltkriegs wandten sich Aurobindo und Mira Alfassa entschieden gegen Hitler und die Nazi-Ideologie, hinter denen sie zutiefst unmenschliche Kräfte und die Mächte des Bösen sahen, ?deren Sieg die Versklavung der Menschheit an die Tyrannei des Bösen bedeutet hätte und einen Rückschritt auf dem Weg der Evolution, und besonders der spirituellen Evolution der Menschheit, der nicht nur zur Versklavung Europas, sondern auch von Asien und damit von Indien führen würde ...? (Aurobindo). Da es nach Aurobindos Ansicht um eine Verteidigung der Zivilisation ging, trat er für die Alliierten ein, obschon Indien damals von England beherrscht wurde. Er erhoffte sich nach dem Zweiten Weltkrieg eine Ära von Frieden und Union unter den Nationen.
Sri Aurobindo sah es als seine Aufgabe an, das ?Supramentale? (den Übergeist) in das Erdbewusstsein herabzubringen oder diese Herabkunft zumindest zu ermöglichen.
Nach 1945 besprachen Aurobindo und Mira Alfassa zukünftige Pläne für eine internationale Sri-Aurobindo-Universität und die Konzeption des Modells einer zukunftsorientierten Stadt geistiger Freiheit, die eine Heimat für Menschen aus aller Welt sein sollte, die ein Leben des Friedens und der bewussten Selbstentwicklung führen wollen.
Aurobindo verstarb im Dezember 1950, nach kurzer Krankheit. Zu dieser Zeit lebten im Ashram circa 800 Menschen.
In ihrer Agenda, Band 1. S. 69, schreibt Mirra Alfassa, dass am 29. Februar 1956 (dem Goldenen Tag) ?das Tor aufbrach, welches das Universum vom Göttlichen trennt und es der 'Supramentalen Kraft' erlaubte, in einem ununterbrochenen Fluss zur Erde zu strömen?.
Philosophische und spirituelle Werke
Zentrale Werke
Auf Anregung von Paul Richard begann Sri Aurobindo 1914 die philosophische Zeitschrift Arya herauszugeben. In dieser 64 Seiten starken Monatszeitschrift veröffentlichte er die nächsten sechs Jahre die meisten seiner bedeutenden Werke in Folgen. Diese Werke sind :
The Life Divine ( Das Göttliche Leben) , The Synthesis of Yoga ( Synthese des Yoga) , Essays on the Gita (Essays über die Gita), The Secret of The Veda (Das Geheimnis des Veda), Hymns to the Mystic Fire, The Upanishads, The Foundations of Indian Culture (Die Grundlagen der Indischen Kultur), War and Self-determination (Heraklit; Krieg und Selbstbestimmung), The Human Cycle(Zyklus der menschlichen Entwicklung), The Ideal of Human Unity (Das Ideal einer geeinten Menschheit) und The Future Poetry (Die Dichtung der Zukunft).
Bevor sie in Buchform erschienen, wurden einige dieser Titel von Sri Aurobindo überarbeitet.
Epos Savitri
Nach dieser intensiven Arbeitsphase gab es außer einigen Gedichten und Aufsätzen nur noch ein literarisches Werk, sein rund 24.000 Verse beziehungsweise Zeilen umfassendes, episches Gedicht Savitri, an dem er bis zu seinem Lebensende arbeitete und das weltweit als umfangreichstes episches Werk in englischer Sprache gilt.
Korrespondenz Briefe über den Yoga
Nach seinem vollkommenen Rückzug aus der Öffentlichkeit ab 1926 unterhielt er eine umfangreiche Korrespondenz mit seinen Schülern.
Einige seiner mehr als tausend Briefe wurden später in drei Bänden, genannt Letters on Yoga (Briefe über Yoga), veröffentlicht.
Glossarium zum Verständnis der Fachbegriffe
Die meisten Arbeiten von Sri Aurobindo sind in englischer Sprache. In seiner Synthese des Yoga verwendete er viele Ausdrücke in Sanskrit. Dafür gab der Sri Aurobindo Ashram1969 eine eigene 55 Seiten starke Publikation heraus, in welcher diese Begriffe zumeist in Aurobindos eigenen Worten erklärt werden. 1978 gab der Sri Aurobindo Ashram ein weiteres umfangreiches Glossar heraus, das einer Vielzahl seiner Ausdrücke aus verschiedenen Sprachen enthält.
Übersetzungen der Hauptwerke
Seine Hauptwerke wurden später in viele Sprachen übersetzt, in indische Sprachen wie Hindi, Bengali, Oriya, Gujarati, Marathi, Sanskrit, Tamil, Telugu, Kannada und Malayalam, aber auch in Französisch, Deutsch, Italienisch, Holländisch, Spanisch, Chinesisch, Portugiesisch, Slovenisch und Russisch. Viele seiner Arbeiten sind auch online in russischer Übersetzung erhältlich.
Lehre
Voraussetzungen
= Überschreitung bisheriger Grenzen
=Aurobindos Lehre geht ? nach seiner eigenen Aussage ? ?über das Wissen der Vergangenheit hinaus?. Er begründet diesen Anspruch mit der Bemerkung, dass die Entdeckung der Wahrheit ein unendlicher Prozess sei, der es notwendig macht, dass Personen zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Erkenntnisse haben.
Ziel seiner eigenen Entwicklung war es, das Supramentale Bewusstsein für den Menschen erreichbar zu machen (siehe: Bewusstseinsebenen).
Er selbst sagte, dass er das Wesentliche der alten Yoga-Wege in seine Lehre aufgenommen habe, sein Standpunkt, seine Ziele und die Ganzheit seiner Methode aber neu seien.
Ausgangspunkt seiner eigenen spirituellen Entwicklung war das Studium der Bhagavad Gita, deren Lehren er vollständig annahm und vielfach interpretierte (siehe: Konversion zum Yogi).
Christliche Gottesvorstellungen nehmen in der Lehre Aurobindos nur einen geringen Platz ein.
Er selbst bezeichnet seine Lehre als reinen Monismus.
= Die Realität der phänomenalen Welt
=Die phänomenale Welt, die der Mensch täglich erlebt, sei eine Selbstmanifestation des Ewigen; sie sei nicht so sehr Maya, eine Scheinwelt oder ein Trugbild, dem der Mensch in ein Nirvana entfliehen müsse, sondern sie sei real, wiewohl sie jedoch nicht die gesamte Realität umfasse. Das göttliche Wesen wohne im tiefsten Wesen des Menschen. Das Verhältnis von Absolutem und Relativem wird also nicht als Gegensatz angesehen, sondern als Identität in der Verschiedenheit. Die Antwort auf die Frage, weshalb das Eine die Vielheit wurde, warum das in Brahman integrierte Universum transformiert wurde, sucht auch Aurobindo im Göttlichen Spiel, das auch als lila bezeichnet wird. Desintegration und Umwandlung sieht er als den notwendigen Ausdruck von Brahmans wesentlicher Macht.
Ziele
* Psychisches Wesen. Erstes Ziel seiner Yoga-Lehre ist es, das wahre Selbst, auch Psychisches Wesen oder Purusha genannt, zu entdecken.
* Brahman. Zweites Ziel seiner Lehre ist das Erreichen des unveränderlichen, apersonalen Brahman, das von allen Qualitäten frei ist. Dieses ist ein traditionelles Ziel auch anderer Wege des Yogas. Aurobindo bezeichnet das Geeintsein mit dieser einzigen Wirklichkeit als Sat-Chit-Ananda, welche den Geschöpfen die Möglichkeit gibt, dem kosmischen Dasein zu entkommen und in jenem frei zu werden. Für ihn ist diese einzige Wirklichkeit nicht nur die spirituelle, materielle und bewusste Substanz aller Ideen, Kräfte und Gestaltungen des Universum, sondern auch ihr Ursprung, ihre Stütze und ihre Förderung.
* Einssein. In einem weiteren Schritt geht Aurobindo aber über dieses traditionelle Wissen hinaus, indem er sagt, dass dieses Eine auch in all seinen Zustandsformen und in jedem Aspekt und in allen Manifestationen letztlich immer noch dieses Einssein ist, das nur in seiner niederen Natur verhüllt ist.
* Evolution. Wesentliches Anliegen von Aurobindos Philosophie ist die Evolution der niedrigen Formen zu den höheren auf der gesamten Bandbreite der physischen, mentalen, geistigen, psychischen und spirituellen Qualitäten und Ausdrucksmöglichkeiten. Es sei die irdische Aufgabe des Menschen, die Identität mit dem Absoluten zu erreichen, und zwar dadurch, dass er über die Sphäre des Geistigen hinaussteigt.
Methode
= Der integrale Yoga
=Aurobindo sieht im Yoga eine Auswahl und besondere Konzentration von allgemeinen Methoden, die in der Natur vorhanden sind. Sein Ziel ist es, dabei durch methodisches Bemühen alle Kräfte und Anlagen, die in unserem Wesen verborgen sind, zum Ausdruck zu bringen und unser individuelles Menschsein mit dem universalen und transzendenten Sein zu einen.
Der integrale Yoga ist die praktische Anwendung von Aurobindos Philosophie. Es handelt sich jedoch nicht um eine Form des Yoga mit fest definierten Übungen, wie z.B Hatha Yoga oder Raja Yoga. Viel wesentlicher als Asanas ist nach Aurobindo, dass man in völliger Hingabe alle Taten, Worte und Gedanken dem Brahman widmet. Dieser Yoga heißt integral, weil die traditionellen Disziplinen Jnana Yoga, Karma Yoga und Bhakti Yoga miteinander verknüpft werden, wie Aurobindo es in der Synthese des Yoga beschreibt. Integral sei er aber auch deshalb, weil er die Welt nicht ablehnt oder überwinden will, sondern sie mit dem Göttlichen zu durchdringen sucht. Dazu müssen alle Wesensteile des Menschen umgewandelt und dem Göttlichen dargebracht werden. Diese Wesensteile sind:
* Physis (Körper)
** innere, wahre Physis (Annamaya Purusha, ihre ursprüngliche evolutionäre Kraft)
* Vital (Emotionen, Gefühle, Triebe)
** inneres, wahres Vital (Pranamaya Purusha)
* Mental / Geist (Gedankenfabrik, höhere mentale Ebenen siehe unten)
** inneres, wahres Mental (Manomaya Purusha)
* Inneres Wesen (Antaratman)
* individuelle Seele ( das Jivatman des Vedanta)
Während sich mentale, vitale und physische Impulse in ihren äußeren Aspekten vermischen, sind sie in ihrem inneren, wahren Aspekten getrennt. Diese Trennung herbeizuführen hat der integrale Yoga mit dem klassischen Yoga gemeinsam. Das Innere, Wahre des Mentals, Vitals oder der Physis stehen nach Aurobindo in direkter Verbindung mit dem Inneren Wesen (Antaratman), und werden manchmal mit ihm verwechselt. Das zentrale Wesen , der Jivatman ist erhaben über Geburt und Tod, immer derselbe, das individuelle Selbst oder ãtman. Er ist das ewige wahre Wesen des Individuums. Das zentrale Wesen wird nicht geboren und durchläuft keine Evolution. Vielmehr lenkt es die individuelle Geburt und Evolution.
Es genügt nicht, wenn die Seele aufsteigt und sich mit dem Göttlichen vereint, oder der Geist im Nirvana aufgeht. Für Aurobindo steht das Nirvana nur am Anfang des Weges. Er selbst hatte die Erfahrung des Nirvana ungewollt bereits nach 3 Tagen intensiven Sadhanas mit Vishnu Bhaskar Lele gemacht, in dem er die Welt losgelöst und leer wie einen Kinofilm sah. Er hatte jedoch festgestellt, dass sein Weg weiterführte, so dass er die Welt später nicht mehr leer, sondern vergöttlicht wahrnahm. Ein Aufstieg zum Göttlichen allein kann nicht das Ziel sein; eine Herabkunft des Göttlichen in die Welt muss folgen.
Damit aber die Welt transformiert werden kann, dürfen keine Stufen des Weges übersprungen werden. Nur wer die Stufen der gesamten Leiter geht, also alle Persönlichkeitsanteile bewusst dem Göttlichen zuwendet, kann auch wieder den Weg zurückkehren, und das Göttliche in die Welt bringen. Traditionelle Methoden der Yogapraxis können beim Sadhana des integralen Yoga benutzt werden.
Die dreifache Anstrengung ist Streben nach dem Göttlichen ohne Vorbedingungen, Zurückweisung von Ideen, Vorlieben, Stolz des Geistes, oder der niedrigen vitalen Natur, und Hingabe an das Göttliche, die ohne Bedingungen des Ego oder persönlichen Gewinnstreben zu geschehen hat. Letztlich kann nur das Göttliche selbst diese Umwandlung bewirken, was ein Zurücktreten des Individuums voraussetzt.
Die dreifache Wandlung ist die psychische Transformation, bei der alles durch das seelische Wesen in Verbindung mit Gott steht, die spirituelle Transformation, in der alles durch das kosmische Bewusstsein in Gott versenkt wird, und schließlich die supramentale Transformation, in der alles im göttlichen gnostischen Bewusstsein supramentalisiert wird. Nur mit letzterer könne die vollständige Transformation von Körper, Leben und Geist beginnen.
Das Supramental stellt Aurobindo als einen Bereich zwischen der höheren Triade, Sat (Sein), Chit (Bewusstsein), Ananda (Seligkeit) und der niederen Mental (Geist), Vital (Leben, Emotionen) und Physis (Körper). Das Supramental vereint in sich alle Gegensätze und besitzt ein inneres Wissen um alle Dinge, ein Wissen durch Identität. Aurobindo postuliert eine Supramentalisierung allen Lebens auf der Erde, die die nächste Stufe der Evolution darstelle. Das Supramental würde sich seine eigenen Instrumente im Menschen und auf der Welt schaffen, doch dafür sei ein Streben des Menschen zum Göttlichen nötig.
= Bewusstseinsebenen
=In Aurobindos Stufenmodell gibt es unterhalb des Supramentals noch verschiedene geistige Ebenen:
*Das normale Mental: das ist die Ausgangsbasis, die Denkfabrik des Menschen. Der Mensch muss den andauernden Fluss von Gedanken und Assoziationen, das mentale Gefängnis, verlassen um zu höheren geistigen Ebenen aufzusteigen.
*Das höhere Mental: dies ist der Geist der Philosophen und Denker. Hier findet man abstraktes, höheres Denken, ein Denken das jedoch noch in Fragmente geteilt ist. Nur gelegentlich findet man hier blitzartige höhere Einsichten.
*Das erleuchtete Mental: nimmt das höhere Mental Ruhe und Stille an, so führt das zu wachsender geistiger Klarheit. Die nur gelegentlichen Einsichten werden zu einem steten Strom des Lichts der sich zur Flut auswächst, zu einer leuchtenden Invasion. Dies kann sich auf verschiedene Weise äußern, in der künstlerischen Kreativität eines Dichters oder Musikers, den Erkenntnissen eines Wissenschaftlers, oder aber einfach in religiöser Erkenntnis und Hingabe. Aurobindo selbst war ein Dichter (sein größtes Werk war Savitri), und er förderte Dichtung und Kunst unter seinen Schülern.
*Das intuitive Mental: hier kommt die Klarheit und Erkenntnis direkt aus der Stille, direkt, blitzartig, und ohne die mentale Übersetzung, die noch im erleuchteten Mental eine Rolle spielt. Es ist kein Strom mehr, der von außen kommt, oben und unten verschmelzen zu einer Einheit. Der Sucher versucht weniger seine Erkenntnisse poetisch auszudrücken, sondern bewahrt die Stille und innere Klarheit.
*Der Overmind (Übergeist): hier ist das Bewusstsein eine Masse stabilen Lichts, die zu einer ungebrochenen universalen Vision führt; das Bewusstsein sieht hier nicht Punkt für Punkt, mit einem einzigen Blick sieht man eine große Weite von Zeit und Raum. Er ist voll von Lichtern und Kräften. Er entbindet Millionen von Gottheiten, jede mit der Kraft seine eigene Welt zu kreieren. Doch von hier beginnt auch die Trennung verschiedener Wahrheitsaspekte.
*Das Supramental: die supramentale Sicht ist eine globale Vision. Während der Übergeist alle Aspekte fragmentierter Sichtweisen des Geistes zu einem einzigen Strahl bündelt, endet dieser Strahl doch in nur einem Punkt, und man sieht alles unter diesem einen Aspekt; er ist universell und einheitlich, weil er andere Blickwinkel ausklammert oder einfach angliedert. Das Supramental hingegen sieht alles in einer einzigen Vision, der alle Strahlen ohne Widersprüchlichkeit verbindet, und gleichzeitig den Blickwinkel jeder einzelnen Sache sieht - eine abgerundete Vision die nicht in einem zentralen Punkt endet, sondern in einer Myriade von Punkten: ein einziger unzähliger Blick.. (Savitri)
= Chakren oder Zentren
=Die zentralen Begriffe in Aurobindos yogischer Psychologie lassen sich zum traditionellen Chakra-System des Tantra in Beziehung setzen. Aurobindos Yoga unterscheidet sich jedoch dadurch, dass sein Weg - etwas verallgemeinert - von oben nach unten die Chakren langsam entwickelt, und nicht von unten nach oben, wie im klassischen Kundalini-Yoga. Die göttliche Kraft steigt durch das Lid im Sahasrara herab, und verwandelt dann das Gefäß, den menschlichen Körper, der wie im Tantra ein Abbild der kosmischen Kräfte ist. Ein weiterer Weg ist das Verschwinden des Egos, das Wachsen des Psychischen Wesens und die Überantwortung der Person an das göttliche Wirken.
= Die Psychische Transformation
=Nach Aurobindo steht die Seele (das Psychische Wesen) hinter der Persönlichkeit des Menschen . Sie ist der Träger von Körper, Leben und Mental. Beim ?normalen? Menschen duldet sie deren Entscheidungen und greift nur selten ein.
Das Psychische Wesen hat aber in sich die Fähigkeit die Natur einer Person umzugestalten und dort, wo zuvor Dunkelheit war, Helligkeit und Klarheit zu bringen, wo zuvor Verwirrung war, Einsicht und Verstehen zu bringen, wo zuvor Falschheit war, Wahrheit und Recht zu bringen . Das Psychische Wesen vermag sogar den Körper vor Krankheiten und Gefahren zu schützen.
Es muss deshalb die Aufgabe des Zweiten_Weltkrieg überarbeiteten Buch The Human Cycle (dt. 1952 als Der Menschliche Zyklus) auch sehr eingehend und kritisch mit dem deutschen Faschismus auseinandersetzte. Auch dieser habe die Subjektivierung zum Ziel gehabt ? ein zentraler Begriff in Aurobindos Philosophie ?, sei aber beim Streben danach vom rechten Weg abgekommen. Den Wahlspruch der Nazis »Der Zweck heiligt die Mittel« lehnt Aurobindo ab. (Quelle zu diesem Abschnitt: Kapitel 5 im genannten Werk; online: [http://www.searchforlight.org/The_Mother_BY_Sri%20Aurobindo/Human%20cycle/Human%20Cycle%2CSri%20Aurobindo%2Cchap5.htm True and False Subjectivism]).
In seiner Zeitschrift »Arya« veröffentlichte Aurobindo 1920 einen Artikel mit dem Titel Der Übermensch. Aurobindo stellt dem Übermensch Nietzsches einen Menschen der »integralen Selbsttranszendenz« gegenüber, der »in Einheit mit aller Welt lebt und alle Dinge akzeptiert, um sie zu verwandeln.« Wichtig dabei sei es, die eigenen egoistischen Instinkte zu überwinden. Gelinge das, würde der transzendente Mensch die Gesetzmäßigkeit im Handeln der anderen Lebewesen erkennen und sie von innen heraus verstehen. Aus diesem Verständnis wachse dann Mitgefühl, weil er in ihnen auch einen Teil von sich selbst erkenne. Offen bleibt die Frage, wie das Zusammenleben zwischen »Übermenschen« und anderen Menschen funktionieren soll.
Rezeption von Aurobindos Werk
Die Nobelpreisträgerinnen Gabriela Mistral und Pearl S. Buck schlugen Sri Aurobindo 1950 für den Literatur-Nobelpreis vor und erklärten, Sri Aurobindo sei einer, ?der zu der Familie der Seher und Weisen der Welt gehört.?
Rabindranath Tagore schrieb nach einer Begegnung, Aurobindo habe ?die Seele gesucht und gefunden?. Er nannte ihn ferner einen ?Hindu-Seher?, und man warte darauf, das ?Wort? von ihm zu empfangen.
Der französische Dichter Romain Rolland erklärte, Sri Aurobindo sei ?der größte Interpret Indiens?, der die vollkommenste Synthese realisiert habe, welche das Genie des Westens und des Ostens wohl überhaupt erreichen könne.
In einem Interview mit der Zeitschrift Auroville Today erklärte der Dalai Lama im Dezember 1994, die Atmosphäre seiner Begegnung mit der Mutter (1973) sei angenehm und bedeutungsvoll gewesen, er habe mit ihr über die Zukunft seines Landes gesprochen.
Über Auroville sagte er, die umfassenden Erfahrungen, die dort mit der Aufforstung gewonnen wurden, könnten vielleicht eines Tages auch für eine Hochgebirgsregion wie Ladakh oder ein künftiges Tibet genutzt werden.
Er würdigte den Gemeinschaftssinn und die Vision der Aurovillianer ebenso wie deren ?klare Akzeptanz des Wertes spiritueller Dinge?. Man habe eine gute Synthese von praktischem Fortschritt und von Spiritualität gefunden. Das Schulsystem in Auroville sei ein ?wunderbares Experiment?.
Quelle: Yoga Abenteuer Meditation - die besten Artikel aus internationalen Zeitschriften (ISBN 3-931172-09-0), S. 94-103
Literatur
Werke Aurobindos (Auswahl)
= Titel in deutscher Sprache
= Hauptwerke
:* Die Synthese des Yoga, Verlag Hinder + Deelmann, Gladenbach (2.Aufl.) 1976, ISBN 3-87348-082-4
:* Das Göttliche Leben 3 Bände zus. 1213 Seiten ISBN 3-87348-141-3, Bd. 1 ISBN 3-87348-144-8, Bd 2 ISBN 3-87348-145-6, Bd 3 ISBN 3-87348-146-4
Epos, Gedichte, Schauspiele
:* Savitri - Legende und Sinnbild, Übersetzung von Heinz Kappes, Verlag Hinder+Deelmann, Gladenbach 1985, ISBN 3-87348-119-7
:* Sawitri - Eine Sage und ein Gleichnis, Herausgabe und Übersetzung von Peter Steiger, Sri Aurobindo Ashram Trust, Pondicherry 1975, o. ISBN
:* Sämtliche Gedichte, Übertragung aus dem Englischen von Hans Peter Steiger mit Ruth Steiger, Sri Aurobindo Ashram Trust (Copyright), Sri Aurobindo Ashram Publication Department (Verlag), Pondicherry 1994, ISBN 81-7058-385-3
:* Die Schauspiele, Übertragung aus dem Englischen von Hans Peter Steiger mit Ruth Steiger, Sri Aurobindo Ashram Trust (Copyright), Sri Aurobindo Ashram Publication Department (Verlag), Pondicherry 1996, ISBN 81-7058-447-7
:* 'Wenn die Seele singt, Gedichte, ( Patmos Verlag) ISBN 3-491-72159-8
Sammlung von Lehrbriefen an Yogaschüler
:* Briefe über den Yoga - Integraler Yoga und andere Wege, Bd. 1, Übersetzung von Elisabeth Beck, Copyright: Sri Aurobindo Ashram Trust (Ponicherry); Verlag: Sri Aurobindo Ashram, Publikation Department, Pondicherry 1977, o.ISBN
:* Briefe über den Yoga - Die Sadhana, Bd.2, übers. v. E.Beck, ebd. 1979, o.ISBN
:* Briefe über den Yoga - Erfahrung und Verwirklichung, Bd.3, übers. v. E.Beck, ebd. 1981, o.ISBN
:* Briefe über den Yoga - Die Umwandlung, Bd.4, übers. v. E.Beck, ebd. 1983, o.ISBN
Essays
Dichtung
:* Die Dichtung der Zukunft. (edition-sawitri.de/Karlsruhe) ISBN 3-931172-03-1
:* Mantrische Dichtung und die Entfaltung des Menschen + Einführung in Sawitri, die Gedichte und Schauspiele, Copyright: Sri Aurobindo Ashram Trust; Verlag: Sri Aurobindo Ashram Publication Department, Pondicherry 1999 (2. erw. Aufl.), ISBN 81-7058-582-1
Philosophie
:* Essays über die Gita 1977 (Verlag Hinder + Deelmann) ISBN 3-87348-099-9
:* Die Frage der Wiedergeburt, Mirapuri-Verlag, Gauting 1997, ISBN 3-922800-68-8
Soziokulturelle und politische Arbeiten
:* Die Grundlagen der indischen Kultur und die Renaissance in Indien, Verlag Hinder+Deelmann, Gladenbach 1984, ISBN 3-87348-118-9
:* Heraklit und Krieg und Selbstbestimmung, Mirapuri-Verlag, Planegg 1992, ISBN 3-922800-41-6
:* Das Ideal einer geeinten Menschheit, Verlag Hinder+Deelmann, Bellnhausen üb. Gladenbach (Hessen) 1973, ISBN 3-87348-087-5
:* Zyklus der menschlichen Entwicklung, Mirapuri-Verlag 1986, ISBN 3-922800-07-6
Aphorismen
:* Gedanken und Aphorismen mit Erläuterungen der Mutter, Copyright: Sri Aurobindo Ashram Trust; Verlag: Sri Aurobindo Ashram, Publication Department, Pondicherry 1979, o.ISBN
Übersetzung
:* aus dem Sanskrit ins Englische: Bhagavadgita, (Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche), Verlag Hinder+Deelmann, Gladenbach 1981, ISBN 3-87348-110-3
Autobiographische Aufzeichnungen
:* Über sich selbst, (Verlag Hinder und Deelmann), Gladenbach 1994, ISBN 3-87348-157-X
:* Tagebuch einer Gefangenschaft. (edition-sawitri.de/ Karlsruhe) ISBN 3-931172-12-0
Briefwechsel
:* Briefwechsel mit Nirodbaran, Übertragung aus dem Englischen von Hans Peter Steiger mit Ruth Steiger, Sri Aurobindo Ashram Trust (Copyright), Sri Aurobindo Ashram Publication Department (Verlag), Pondicherry 1999, ISBN 81-7058-536-8
= Titel Deutsch-Sanskrit
=:* Sriaravindopanishad (Savitri Bhavan Dtld. - savitri.de) ISBN 3-937701-03-6
= Titel Englisch-Deutsch
=:* Sri Aurobindo und die Mutter. Englisch-Deutsch, Volume I, Bd. I. (edition- sawitri.de) ISBN 3-931172-23-6
= Titel in englischer Sprache
=:* Bases of Yoga, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-941524-77-9
:* Bhagavad Gita and Its Message, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-941524-78-7
:* Dictionary of Sri Aurobindo's Yoga, (compiled by M.P. Pandit), Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-941524-74-4
:* Essays Divine and Human, Sri Aurobindo Ashram Trust (Copyright), Sri Aurobindo Ashram Publication Department (Verlag), Pondicherry 1994, (Paperback) ISBN 81-7058-364-0
:* Essays on the Gita, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-914955-18-7 (Essays über die Gita)
:* The Future Evolution of Man, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-940985-55-1
:* The Human Cycle: The Psychology of Social Development, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-914955-44-6
:* Hymns to the Mystic Fire, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-914955-22-5
:* The Ideal of Human Unity, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-914955-43-8
:* The Integral Yoga: Sri Aurobindo's Teaching and Method of Practice, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-941524-76-0
:* The Life Divine, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-941524-61-2 (Das göttliche Leben)
:* The Mind of Light, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-940985-70-5
:* The Mother, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-941524-79-5
:* Rebirth and Karma, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-941524-63-9
:* The Supramental Manifestation And other Writings, Sri Aurobindo Ashram Trust (Copyright), Sri Aurobindo Ashram Publication Department (Verlag), Pondicherry 1989, (Paperback) ISBN 81-7058-109-5
:* Savitri: A Legend and a Symbol, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-941524-80-9
:* Secret of the Veda, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-914955-19-5 (Das Geheimnis des Veda)
:* Sri Aurobindo Primary Works Set 12 vol. US Edition, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-941524-93-0
:* Sri Aurobindo Selected Writings Software CD Rom, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-914955-88-8
:* The Synthesis of Yoga, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-941524-65-5
:* The Upanishads, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-914955-23-3
:* Vedic Symbolism, Lotus Press, Twin Lakes, Wisconsin ISBN 0-941524-30-2
Sekundärliteratur
= Sekundärliteratur in Deutsch
= Biografische Darstellungen
:* Wilfried Huchzermeyer: Die Mutter - Eine Kurzbiographie. (edition-sawitri.de) ISBN 3-931172-18-X
:Nirodbaran: Zwölf Jahre mit Sri Aurobindo. (edition-sawitri.de) ISBN 3-931172-02-3
:Dilip Kumar Roy: Sri Aurobindo kam zu mir. Fischer Taschenbuch ISBN 3-596-23377-1
:* Satprem: Sri Aurobindo oder Das Abenteuer des Bewußtseins, O.W.Barth Verlag 1982, ISBN 3870412291, und Neuauflage 2003, Hinder & Deelmann, ISBN 3873481472
:* Otto Wolff: Sri Aurobindo, Monographie, Rowohlt Taschenbuch, Reinbek 1988 (Erstaufl. 1967), ISBN 3-499-50121-X
Gespräche
:Nirodbaran: Gespräche mit Sri Aurobindo, (edition-sawitri.de/ Karlsruhe) Teil I: Dez. 1938-Feb. 1939 ISBN 3-931172-01-5; Teil II: Okt. 1939- Feb. 1940 ISBN 3-931172-06-6; Teil III: Feb. 1940-Mai 1940 ISBN 3-931172-11-2; Teil IV: Mai 1940-Aug. 1944 ISBN 3-931172-20-1
Einführungen in den Integralen Yoga
:* Morwenna Donnelly: Die Gründung des Göttlichen Lebens - Eine Einführung in den Integralen Yoga von Sri Aurobindo, Turm Verlag, Bietigheim 1973, ISBN 3-79990-163-9
:* Jobst Mühling: Sri Aurobindo; Grundlagen des Integralyoga, Drei-Eichen-Verlag, 1969
:* Otto Wolff: Sri Aurobindo, Der Integrale Yoga, Rowohlt Taschenbuch, Reinbek 1971 (Erstaufl. 1957), ISBN 3-499-45024-0
Entwicklung des Menschen
:* Richard Beiderbeck: [http://www.kroi.de/Yogi.htm Die Übermenschen von Pondicherry] (Vergleich von Nietzsches Begriff mit den Vorstellungen vom Übermenschen bei Aurobindo, Mirra Alfassa, ihrem Schüler Bernard Enginger (genannt Satprem) und bei der Transzendentalen_Meditation, John Humphrey Noyes und George Bernard Shaw)
:* Wilfried Huchzermeyer: Der Übermensch bei Friedrich Nietzsche und Sri Aurobindo.(Verlag Hinder und Deelmann) ISBN 3-87348-123-5
:* Maggi Lidchi-Grassi: Das Licht, das in den Abgrund schien, Sri Aurobindo Ashram Press, 1994, ISBN 81-7058-517-1
Ost-West-Begegnung
:Knipper,_Udo: Anthroposophie im Lichte indischer Weisheit - Sri Aurobindo und Rudolf Steiner, (Verlag Hinder + Deelmann) ISBN3-87348-121-9
:* Knodt, Christoph: Das Phänomen der 'Orientalisierung' in westlichen Gegenkulturellen Bewegungen - am Beispiel der spirituellen Einflußmomente des indischen Kulturraumes im Westen und ihrer Interpretation bei Sri Aurobindo, Diplomarbeit vorgelegt an der Philipps-Universität Marburg im Fachbereich Erziehungswissenschaften, 1978 (unveröffentlicht - einsehbar im Fachbereich EWI und in der Religionskundlichen Sammlung Marburg)
Sonstiges
:* Jürgen Axer:Integrale Erziehung. Ein pädagogisches Konzept auf der Grundlage der Philosophie Sri Aurobindos Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 1983 (Dissertation)
:* Michel Montecrossa: Mirapuri, Stadt des Friedens und des Zukunftsmenschen in Europa, Italien. Band 1: Grundlage im Werk von Sri Aurobindo und Mira Alfassa in der Zeit von 1872?1950. Mirapuri-Verlag, 2001, ISBN 3-922800-72-6
:* Willers, Christiane: Die Aurobindo-Bewegung. Bestandsaufnahme und Strukturen in feldtheoretischer Perspektive. (Dissertation Univ. Tübingen 1987; Europäische Hochschulschriften 23/332) Lang, Frankfurt am Main (u.a.) 1988, ISBN 3-8204-1179-8
= Sekundärliteratur in Englisch
=:* Glossary of Terms in Sri Aurobindo's Writings, Sri Aurobindo Ashram (Hrsg.), Pondicherry 1978, 1.Aufl., o. ISBN
:* Georges van Vrekhem: Beyond Man - The Life and Work of Sri Aurobindo and The Mother, HarperCollins Publishers India, New Delhi 1999, ISBN 81-7223-327-2
:* Georges van Vrekhem: Hitler and his God - The Background to the Hitler phenomenon, Rupa & Co, New Delhi 2006, ISBN 81-2910-953-0
:* Georges van Vrekhem: Overman ? The intermediary between the human and the supramental being, Rupa & Co, New Delhi 2001, ISBN 81-7167-594-8
:* Georges van Vrekhem: Patterns of the Present ? From The perspective of Sri Aurobindo and The Mother'', Rupa & Co, New Delhi 2001, ISBN 81-7167-768-1
Weblinks
* Einrichtungen / Organisationen
*• Auroville
*• Sri Aurobindo Ashram
**• Auroville International
*• Savitri Bhavan Dtld.
**• Aurobindo Buchhandel
*• Sri Aurobindo Society Dtld.
* Biografisches
** Biografien von Aurobindo Ghose (auch Sri Aurobindo genannt) [http://www.sriaurobindosociety.de/html/sri_aurobindo.html] [http://www.kroi.de/whoauro.htm]
** Biografien von Mira Alfassa (auch bekannt als Mira Richard) [http://www.sriaurobindosociety.de/html/die_mutter.html] [http://www.kroi.de/whomirra.htm]
*• Sri Aurobindo und Mira Alfassa - Die Mutter Biografie
* Werke
*• Wichtige Werke
*• Aurobindo über Deutschland
*• Aurobindo (Deutsch)
*• Viele Bücher Aurobindos online (Englisch/'>Russ.Seite)
*• Weitere Texte Aurobindos online (Englisch)
*• Meditations On Savitri
* Literatur
*• Vortrag über seine Philosophie
*• Die Evangelische Informationsstelle Kirchen-Sekten-Religionen über die Sri-Aurobindo-Bewegung
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