Aureliano Fernández-Guerra
Aureliano Fernández Guerra y Orbe (16. Juni 1816 in Pinar del Valle, Provinz_Granada; ? 7. September 1894 in Madrid) war ein spanischer Historiker, Antiquar und Schriftsteller.Er studierte daselbst Philosophie und Jurisprudenz, wurde Professor der Geschichte und Literatur in Granada und erhielt einige Jahre später den Lehrstuhl für auswärtige Literaturen an der Universität_zu_Madrid. Dort bekleidete er gleichzeitig hohe Stellen im Justiz- und Kultusministerium und wurde 1856 zum Mitglied der Academia de la Historia ernannt, 1857 auch in die spanische Akademie aufgenommen und schließlich zu deren lebenslänglichem Sekretär erwählt.
Fernández zählt zu den fruchtbarsten Schriftstellern Spaniens. Als Lyriker, Historiker und Dramatiker wie als Kritiker hat er Bedeutendes geleistet. Seine Stücke zeichnen sich durch kräftige Charakteristik, dramatische Lebhaftigkeit und schöne Sprache aus. Unter seinen lyrischen Dichtungen sind hervorzuheben die ?Oden und Romanzen? (1842-68). Seine Leistungen auf geschichtlichem und archäologischem Gebiet sind von hohen Wert. Das Werk aber, welches ihn in der wissenschaftlichen Welt am meisten bekannt gemacht hat, ist seine kritische Ausgabe der Werke von Francisco de Quevedo (Madrid 1852-59), mit einer vorzüglichen Biographie desselben und erläuternden Anmerkungen.
Werke
* "La peña de los enamorados"
* "La hija de Cervantes"
* "Alonso Cano"
* "Sobre la conjuracion de Venecia en 1618" (Madr. 1856)
* "La vida y las obras de F. de la Torre" (das. 1857)
* "Itinerarios de la España romana" (1862)
* "Historia de la orden de Calatrava" (1864)
* "Mundo Pompeyano" (1866)
* "El rey Don Pedro de Castilla" (1868)
* "El fuero de Avilés" (1870)
* "Don Rodrigo y la Cava" (1877, 2. Aufl. 1883)
* "Cantabria" (1878)
* "Deitania" (1879)
* "Cervantes esclavo y cantor del Sacramento" (Valladolid 1882) u. a.

