Aumühle
Aumühle ist eine amtsangehörige Gemeinde in Sachsenwald 1871 von Kaiser Wilhelm_I. Otto von Bismarck geschenkt wurde, ließ dieser sich eine ehemalige Gastwirtschaft an der Bahnlinie von Hamburg nach Berlin zum Herrenhaus umbauen. Hier, in Friedrichsruh gab es bereits 1850 einen Bahnhof. Im Jahr 1884 wurde ein Haltepunkt ?Aumühle? eingerichtet, 1909 wurde mit dem Bau des Bahnhofs begonnen.Aumühle entwickelte sich mit der Gründung des Villenortes Sachsenwald-Hofriede im Jahr 1891 zu einer gehobenen Wohngegend. Der Eigentümer dieses Villenviertels regte noch zu Bismarcks Lebzeiten den Bau eines Aussichts- und Wasserturms an, der 1901 als Bismarckturm eingeweiht wurde.
1956 zog der letzte deutsche Reichspräsident und Nachfolger von Adolf Hitler, Großadmiral Karl Dönitz, nach Aumühle, wo er 1980 starb. 1959 wurde der schon lange nicht mehr benutzte offizielle Name Aumühle-Billenkamp in Aumühle geändert.
Politik
Von den 18 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU neun Sitze, die Wählergemeinschaft UWG hat fünf und die SPD vier Sitze.
Wappen
Die Gemeinde erhielt im Jahr 1948 ihr erstes Wappen, das von Profesoor Tauber entworfen worden war und heute noch genutzt wird.
Blasonierung: ?In Grün ein silberner Wellengöpel, belegt in seiner Gabelung mit einem schwarzen Mühlrad auf kreisrunder silberner Scheibe, die in den drei Winkeln des Göpels mit je einem silbernen Eichenblatt besteckt ist.? [http://193.101.67.134/Datenblatt_1.asp?ID=278&txtAnz=1&txtI=&txtFlag=False&ndc=1&txtSeite=2 Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Der 27 m hohe Bismarckturm, der von Emil Specht, dem Eigentümer des Villenortes Sachsenwald-Hofriede angeregt und durch den Hamburger Architekten Hermann Schomburgk errichtet wurde, liegt auf einer Anhöhe in der Gemeinde. Der Turm wurde aus Ziegelsteinen errichtet und verputzt und ist innen mit Wandmalereien versehen. Schon bei seiner Errichtung wurden im Turm eine Bismarck-Bibliothek und ein Bismarck-Museum eingerichtet. Seit 1962 ist die Gemeindebibliothek im Turm untergebracht, seit 1999 steht er unter Denkmalschutz.
Die Kirche in Aumühle wurde von den Hamburger Architekten Heinrich Bomhoff und Hermann Schöne entworfen und am 30. Juli 1931 eingeweiht. Sie ist als runder Backsteinbau im Stil des Hamburger Spätexpressionismus der späten zwanziger und beginnenden dreißiger Jahre gestaltet. Der heutige Innenraum entstand im Zuge der Umgestaltung von 1967.
Museen
In Friedrichsruh, wo Otto von Bismarck von 1871 bis zu seinem Tod im Jahr 1898 lebte, ist heute ein Museum mit Schriftstücken, Porzellan, Geschenken und Gemälden aus dem Eigentum Bismarcks und aus seiner Epoche untergebracht. Direkt in der Nähe des Museums befindet sich auch das Bismarck-Mausoleum. Die Otto-von-Bismarck-Stiftung im Bahnhof von Friedrichsruh bereitet den Nachlass Bismarcks auf und führt Ausstellungen durch.
In der Gemeinde liegt das Bahnmuseum Lokschuppen Aumühle, das durch den Verein Verkehrsamateure und Museumsbahn in Hamburg betrieben wird.
Infrastruktur
Verkehr
Aumühle mit Friedrichsruh und der Sachsenwald liegen zwischen der A_24 Hamburg-Berlin, der A_1 Hamburg-Lübeck-Puttgarden und der B_404.
Mit der Endstation der S 21 ist die Gemeinde an das Hamburger_S-Bahn-Netz angeschlossen. Außerdem befindet sich hier der Endbahnhof der Regionalbahn Aumühle ? Büchen
Bildung
Die 1952 eingeweihte Fürstin-Ann-Mari-von-Bismarck-Schule ist eine Realschule mit Grundschulteil, die auch von Kindern aus den umliegenden Gemeinden besucht wird. Außerdem gibt es in der Gemeinde ein Montessori-Kinderhaus.
Freizeit- und Sportanlagen
In der Ernst-Anton-Straße liegt die Heinrich-Willers-Sporthalle, außerdem gibt es den Fritz-Bortz-Sportplatz in der Sachsenwaldstraße.
Städtepartnerschaften
Aumühle ist mit Mortagne-sur-Sèvre (Frankreich) und Sleen (heute ein Teil von Coevorden, Niederlande) verschwistert.
Literatur
* Aumühle: Geschichtliches über Aumühle, Friedrichsruh und den Sachsenwald, Otto Pruess, Viebranz Verlag, ISBN 3-921595-31-2
* Aumühle im Sachsenwald,(8 Autoren), Viebranz Verlag, ISBN 3-921595-00-2
Quellen
Weblinks
• Gemeinde Aumühle

