Augustinus Hieber
Augustinus Hieber (15. Februar 1886 in Straßdorf bei Schwäbisch Gmünd; ? 4. Januar 1968 in Merazhofen im Württembergischen Allgäu) war 31 Jahre katholischer Pfarrer in Merazhofen und bischöflicher Kommissär. Für die Volksfrömmigkeit hat die Erinnerung an Hieber eine starke Bedeutung gewonnen; einige seiner Anhänger streben eine Seligsprechung an.Hieber war nach vier Töchtern der erste Sohn seiner Eltern und sollte ursprünglich den großen Bauernhof übernehmen, entschied sich aber für eine Laufbahn als Priester. Zunächst war er mehrere Jahre Kaplan in Stuttgart und Schramberg, danach Stadtpfarrer in Göppingen. Wegen gesundheitlicher Probleme bekam er dann die Pfarrei in Merazhofen. Dort wurde er schnell bekannt und bekam zur Beichte nicht nur Besucher aus ganz Deutschland sondern auch aus Frankreich, der Schweiz und Österreich.
1940 wollten die Nationalsozialisten die Kreuze in den Schulen abhängen und den Religionsunterricht verbieten. Augustinus Hieber betete mehrere Nächte, um dies abzuwenden. Darauf wird zurückgeführt, dass im Dekanat Leutkirch im Allgäu alles beim Alten bleiben durfte.
Er soll die Sorgen seiner Besucher gekannt haben, bevor sie ihm erzählt wurden. Auf sein Gebet und seinen Segen werden viele Heilungen zurückgeführt.
Literatur
* Ida Lüthold-Minder: Segenspfarrer vom Allgäu. Augustinus Hieber. 1886-1968. 3. Auflage, Miriam Verlag, Jestetten 1972 ISBN 3-87449-049-1
Weblinks
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