August Lindemann
August Lindemann (6. September 1842 in Neustadt (Dosse); ? 28. März 1921 in Berlin) war ein deutscher Architekt und Stadtbauinspektor in Berlin.
Leben
August Lindemann wurde am 6. September 1842 in Neustadt an der Dosse geboren. Bis 1869 studierte er an der Berliner Bauakademie. In den folgenden Jahrzehnten unterstützte er als Stadtbauinspektor den Berliner Stadtbaurat Hermann Blankenstein, in seiner 1872 bis 1896 dauernden Amtszeit, in architektonischen Belangen. Blankenstein und seine Mitarbeiter hatten ein immenses Bauprogramm zu bewältigen, welche die Entwicklung Berlins zur Millionenstadt mit sich brachte, darunter ungefähr 120 Schulbauten oder Versorgungsbauten wie den städtischen_Zentralvieh-_und_Schlachthof und die 15 städtischen Markthallen. Über die Anlagen und die Betriebseinrichtungen des Zentralvieh- und Schlachthofes und der Markthallen veröffentlichte Lindemann 1885 und 1899 zwei umfangreiche Publikationen. In den Jahren von 1893 bis 1895 wirkte Lindemann als Schatzmeister des Architektenvereins_zu_Berlin, dem er bereits 1870 beigetreten war. Er starb am 28. März 1921 in Berlin
Die am 1. Oktober 2003 eröffnete August-Lindemann-Straße im Entwicklungsgebiet Alter Schlachthof trägt ihren Namen zu seinen Ehren.
Werke (Schriften)
* Hermann Blankenstein und August Lindemann: Der Zentral-Vieh- und Schlachthof zu Berlin: seine baulichen Anlagen und Betriebs-Einrichtungen, Verlag Julius Springer, Berlin 1885
* August Lindemann: Die Markthallen Berlins, Verlag Julius Springer, Berlin 1899
Werke (Bauten)
* 1877-1881: städtischer Zentral-Vieh- und Schlachthof Berlin (mit Hermann Blankenstein)
* 1880-1881: Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule, Gneisenaustraße 7, Berlin-Kreuzberg (mit Hermann Blankenstein)
* 1883-1892: Beteiligung am kommunalen Bauprogramm für die Berliner Markthallen unter der Leitung von Hermann Blankenstein
* 1895-1899: Erweiterungen des Zentral-Vieh- und Schlachthofes um den Neuen Schlachthof an der Thaerstraße und der Landsberger Straße in Berlin

