August Hermann Werner
August Hermann Werner (21. Juni 1808; ? 18. Juni 1882 in Ludwigsburg) war ein Arzt und Gründer eines Kinderspitals.
Werner, dessen älterer Bruder Karl Friedrich Werner als Pfarrer ebenfalls soziale Aufgaben wahrnahm, begann 1832, als er erfahren hatte, dass die ?Rettungshäuser? für verwahrloste Kinder kranken und behinderten Kindern keine Chancen boten, sich um diese Klientel zu kümmern. Zunächst stand ihm dazu nur eine Mietwohnung in Ludwigsburg zur Verfügung, doch die Institution wuchs zu einem Kinderspital, der Wernerschen Kinderheilanstalt, heran, in dem innerhalb von zwanzig Jahren mehr als 10.000 Kinder versorgt wurden. Schon zu Dr. Werners Lebzeiten kamen weitere Zweigstellen dazu, in Ludwigsburg entstanden das Maria-Martha-Stift, das Wilhelm-Stift und das Charlotten-Stift. In dieser Zeit entstanden in Jagstfeld das Solbad Bethesda und in Bad Wildbad das Erholungsheim Herrnhilfe. Die Anstalten wurden später von der Stiftung weiter geführt. Werner kümmerte sich nicht nur um die medizinische Behandlung, sondern auch um eine Ausbildung für die Kinder. Unterstützt wurde er dabei von seiner Frau.
Eine seiner bekanntesten Patientinnen war Margarete Steiff, die zeitweise im Haushalt des Arztes wohnte und von ihm - erfolglos - operiert wurde. Aus Werners Stiftung ist die heutige Karlshöhe hervorgegangen. Die August-Hermann-Werner-Schule in Markgröningen ist nach Werner benannt.
Literatur
* Otto Schuster: August Hermann Werner, der barmherzige Samariter der Kinderwelt, Quell-Verlag 1949, ISBN B0000BNMLY

