August Giacomo Jochmus
August Giacomo Jochmus, Freiherr von Cotignola (27. Februar 1808 in Hamburg; ? 14. September 1891 in Bamberg) war ein österreichischer Feldmarschallleutnant und deutscher Reichsminister.
Jochmus ging zunächst nach Paris, um Militärwissenschaften zu studieren und begab sich 1827 nach Griechenland, wo er als Adjutant des Generals Church am griechischen_Befreiungskampf teilnahm.
1835 begab sich Jochmus, nachdem er durch Intrigen der Nationalpartei vertrieben worden war, nach England und trat in die englisch-spanische Fremdenlegion ein. Hier wurde er zum Stabschef des Generalquartiermeisters ernannt und 1837 zum Brigadegeneral befördert.
Nach Beendigung des Bürgerkrieges kehrte er 1838 nach England zurück, von wo ihn Lord Palmerston bald darauf nach Konstantinopel entsandte, um den Krieg gegen Syrien vorzubereiten. 1840 wurde Jochmus von der Pforte zum Divisionsgeneral befördert. Er war dann als Chef des Generalstabs der vereinigten türkisch-englisch-österreichischen Armeen bei der Einnahme von St. Jean d'Acre im November 1840 beteiligt. Im Dezember übernahm er den Oberbefehl über das türkische_Heer und wurde nach Beendigung des Feldzugs im Kriegsministerium beschäftigt.
Die Märzrevolution 1848 rief ihn schließlich nach Deutschland zurück. Der Reichsverweser Erzherzog Johann setzte ihn als Außenminister ein und übertrug ihm die Verantwortung über die Marine. Nach dem Rücktritt des Erzherzogs und der Auflösung des Reichsministeriums im Dezember 1849 zog sich Jochmus ins Privatleben zurück.
1859 wurde Jochmus zum österreichischen Feldmarschallleutnant ernannt, wurde allerdings nicht mehr tätig. Nach dem Frieden von Villafranca erhob ihn der Kaiser in den Freiherrenstand.
August Giacomo Jochmus, Freiherr von Cotignola starb am 14. September 1881 in Bamberg.
Werke
* Georg Martin Thomas (Hrsg.): Gesammelte Schriften. - Berlin : Cohn, 1883/84 (vol. 1-4)

