Augen der Angst
Augen der Angst ist ein Film von
Die deutsche Kinoverleihfassung musste 1960 auf Betreiben der FSK um zwei Szenen gekürzt werden. Eine davon war die Schlüsselszene, deren Fehlen den Sinngehalt des Films nicht nur grob verfälscht sondern auch die Auflösung und die Motivation des Mörders komplett im Dunkeln lässt. Der deutsche Verleiher Rank legte den Film der FSK erstmals am 10. August 1960 in einer Länge von 2772 Metern = 101'19 (24 B/Sek) bzw. 97'15 (25 B/Sek) vor. Die FSK verlangte damals für die Freigabe ab 18 Jahren (!!!) im Original-Wortlaut des FSK-Protokolls:
Der Film wird freigegeben zur öffentlichen Vorführung ab 18 (achtzehn) Jahren unter der Voraussetzung folgender Schnittauflagen:
1) Entfernung der Einstellung gegen Ende des Films, vor der Ermordung des Fotomodells, wo das Mädchen auf dem Bett liegt und ihr nackter Busen zu sehen ist (7:1).
2) In der Schlussszenen des Films, wo der Mörder das Mädchen Helen mit seinem Stativ bedroht, Entfernung einer Einstellung, wo in dem Zerrspiegel das Gesicht des Mädchens zu sehen ist mit dem auf sie zukommenden Dolch (7:1).
7:1 bedeutet hierbei, dass 7 Personen des Gremiums für die Schnitte stimmten, während 1 Person jeweils gegen den Schnitt stimmte. Nach Kürzung hatte der Film nunmehr eine Länge von 2747 Metern = 100'24 (24 B/Sek) bzw. 96'23 (25 B/Sek). In dieser Form wurde er, nachdem fast 5 Monate seit der FSK-Erstvorlage verstrichen waren, am 6. Januar 1961 endlich von der FSK freigegeben und erlebte so am 17. Februar 1961 seine deutsche Uraufführung.
Peeping Tom hatte am 7. April 1960 in London Premiere; am 16. Mai 1960 folgte der reguläre Kinostart. Die amerikanische Kino-Erstaufführung des Films fand erst mit über zwei Jahren Verspätung am 15. Mai 1962 statt. Der US-Verleih Astor Pictures Corporation titelte den Streifen um in FACE OF FEAR und THE PHOTOGRAPHER OF PANIC. Diese US-Fassungen waren mit nurmehr rund 86 Minuten (24 B/Sek) bzw. 82 Minuten (25 B/Sek) drastisch gekürzt.
Es existieren mittlerweile zwei deutsche Sprachfassungen. Die deutsche Kino-Synchronisation wurde 1960 im Berliner Studio der J. Arthur Rank Film hergestellt. Das deutsche Dialogbuch stammt aus der Feder von Ursula Buschow, die deutsche Dialogregie führte Edgar Flatau, ein langjähriger Spezialist für die deutsche Synchronisation britischer Filme. Karlheinz Böhm synchronisierte sich in der Kinofassung selbst. Daneben gibt es eine 2006 veröffentlichte neusynchronisierte DVD.
Literatur
* Nicolaus Schröder: Film. Die wichtigsten Werke der Filmgeschichte. Gerstenberg visuell ? 50 Klassiker. Gerstenberg, Hildesheim 2000, ISBN 3-8067-2509-8
Trivia
Mike Patton hat die Band Peeping_Tom nach diesem Film benannt.
Einige US Navy Staffeln nutzten ihre F-14 Tomcat (Kater) Abfangjäger zur Aufklärung über Feindgebiet. Als Gag wurde das Staffelabzeichen ein Kater mit Fotoapparat, der mit dem Titel "Peeping Tom" in Szene gesetzt wurde.
Weblinks
*

