Lala Aufsberg
Lala Aufsberg (1907, ? 1976 in Sonthofen im Oberallgäu), wurde bei Walter Hege in Weimar zur Fotografin ausgebildet. Aufsberg ist eine der bekanntesten Kunstfotografinnen der Nachkriegszeit in der Bundesrepublik. In Sonthofen geboren, arbeitete sie zunächst als Fotohändlerin in Oberstdorf und Nürnberg. Schon als junge Amateurfotografin entwickelte die lebenslustige Luise Ida, genannt Lala, ihr herausragendes lichtbildnerisches Können. Im Alter von 31 Jahren machte sie schließlich ihre Leidenschaft zum Beruf und absolvierte 1938 die Staatsschule für Handwerk und angewandte Kunst in Weimar. Dies war der Beginn einer erfolgreichen Berufslaufbahn. Vor allem ihre kunsthistorischen Arbeiten brachten ihr europaweites Ansehen. Sie fotografierte 1941/1942 Wandmalereien in Kirchen und Klöstern Kärntens, Österreich. Das Lala-Aufsberg-Archiv - erworben 1976/1977 sowie 1996 vom Bildarchiv Foto Marburg (gelistet im UNESCO Archives Portal) - umfasst ca. 46.000 kunsthistorische Schwarzweiß-Negative in den Formaten 6x6 und 9x12. Die Sammlung besteht insgesamt aus 103.000 Fotos. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf Süddeutschland, Österreich, Italien, Griechenland, Ägypten. Aufsberg fast puristische Dokumentarfotografie ist in über 500 Kunstbüchern publiziert. Aufsberg Aufnahmen dokumentieren Kunstwerke aus fast allen europäischen Ländern.Obwohl Lala Aufsberg die ganze Welt mit der Kamera bereiste, blieb sie zeitlebens dem Allgäu, seinen Landschaften und den Menschen verbunden. Den reichen Schatz ihrer Allgäuer Aufnahmen vermachten Aufsbergs Nachfahren dem Heimatbund Allgäu - über 12.000 6x6-cm-Negative. Aus diesen Beständen werden 2007, in ihrem 100. Geburtsjahr, herausragende Fotografien gezeigt: in einem großen Bildband und in sieben Ausstellungen in Sonthofen, Illerbeuren, Reutte in Tirol, Kempten, Oberstdorf, Hittisau im Bregenzerwald sowie in Immenstadt.
Weblinks
• Bildarchiv Foto Marburg
• www.lala-aufsberg.de

