Aufklärungsturm (Bundeswehr)
-Projekt auf dem Thurauer Berg bei Woltersdorf in Niedersachsen.]]Die Aufklärungstürme der Bundeswehr wurden von den EloKa-Einheiten von Heer, Luftwaffe und Marine der Bundeswehr an der Deutsch-Deutschen_Grenze und der Grenze zur Tschechoslowakei aufgestellt und betrieben, um die Streitkräfte des Ostblocks aufzuklären. Die Türme der Luftwaffe übermittelten ihre Ergebnisse dem Fernmeldebereich 70 der Luftwaffe in Trier zur zusammenfassenden Auswertung und wurden Fernmeldesektortürme genannt.
Die Türme befanden sich in unmittelbarer Nähe zur Grenze, teils in Sichtweite zu ihren östlichen Gegenparts.
Die Türme waren mit umfangreichen Geräten zur Fernmelde-_und_Elektronischen_Aufklärung ausgestattet. In einem Turm waren in der Regel ca. 200 Soldaten im Schichtbetrieb beschäftigt. Diese waren in einer Kaserne in der Umgebung untergebracht.
Nach der deutschen Wiedervereinigung und dem Ende der militärischen Konfrontation durch das Zerbrechen des Ostblocks wurden die Türme überflüssig und daraufhin sämtlich aufgegeben, die sie betreibenden militärischen Einheiten aufgelöst.
Die einzelnen Türme waren:
Luftwaffe:
Heer:Die Türme und ihre Kasernen waren zum Teil in den strukturschwachen Regionen an der Grenze mit die größten Arbeitgeber. Der Turm B nahe Dannenberg (Elbe) sollte eigentlich das geplante LAPAS-Projekt beherbergen und wurde nach dessen Einstellung 1993 schnell aufgelöst.
Einige Türme werden noch als Plattform für Mobilfunkbetreiber weitergenutzt, der Turm am Großen_Kornberg wird vom Fraunhofer-Institut genutzt.
Weblinks
• Erinnerungen an den Fernmeldesektor C auf dem Stöberhai
• Aufklärungstürme des Heeres
• Fernmeldesektortürme der Luftwaffe

