Auerbach in der Oberpfalz
Auerbach in der Oberpfalz (amtlich: Auerbach i.d.OPf.) ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach, ca. 45 km nordöstlich von Nürnberg.
Stadtteile
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* Auerbach
* Bernreuth
* Degelsdorf
* Gunzendorf
* Hagenohe
* Hohe Tanne
* Lehnershof
* Leiten
* Ligenz
* Michelfeld
* Mühldorf
Reformationszeit mussten die Bewohner der Stadt und ihres Umlandes häufig das Bekenntnis wechseln: in einem Zeitraum von rund 100 Jahren hatten sie im mehrmaligen Wechsel mal lutherisch, mal römisch/katholisch zu sein. Nachdem Maximilian von Bayern 1623 die pfälzische Kurwürde und 1628 die Obere Pfalz und die rechtsrheinische mittlere Pfalz vom Kaiser erhalten hatte, mussten seine Untertanen wieder katholisch werden.
Im Dreißigjährigen Krieg (1618-48) wurde Auerbach mehrmals von den schwedischen und den bayerischen Truppen eingenommen. Eine große Pestepidemie im Jahre 1634 sorgte ebenfalls dafür, dass es den Menschen in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts sehr schlecht ging.
Einen gewaltigen Einschnitt in die Entwicklung der Stadt stellte die Erweiterung des Truppenübungsplatzes_Grafenwöhr ab 1936 dar; Auerbach verlor einen Teil seines östlichen Hinterlandes, das Amtsgericht und 24 Orte mit ihren Bewohnern.
Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde zum 1. Mai 1978 die heutige Stadt Auerbach i.d.OPf. aus den ehemaligen Ortschaften Auerbach, Degelsdorf, Gunzendorf, Michelfeld, Nasnitz, Nitzlbuch, Ranna und Ranzenthal gebildet.
Im Ortsteil Michelfeld befindet sich das ehemalige Benediktiner-Kloster Michelfeld, in dem heute eine Regens-Wagner-Einrichtung untergebracht ist. Sehenswert ist die barocke Pfarrkirche St. Johannes Evangelista mit Kunstwerken der Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam.
Bild:Auerbach-turm-st-joh.jpg| Turm der Pfarrkirchen St. Johannes
Bild:Auerbach-innenstadt.jpg| Innenstadt von Auerbach
Politik
Wappen
=Amtliche Wappenbeschreibung
=In Silber auf grünem Dreiberg schreitend ein golden bewehrter Auerochse, der an einem roten Riemen einen gevierten Schild um den Hals trägt; darin in 1 und 4 ein in Schwarz ein rot gekrönter und rot bewehrter Löwe, in 2 und 3 die bayerischen Rauten.
=Geschichte des Wappens
=Schon das älteste bisher aufgefundene Siegel Auerbachs aus dem Jahre 1409 enthält den Ur oder Auerochs als Wappentier. 1819 allerdings musste es einem eher schlichten und wenig aussagekräftigen Stadtwappen Platz machen: der damalige Bürgermeister wollte nicht neben einem ?Ochs? unterschreiben. Erst 1963 durfte der Auerochs wieder ins Auerbacher Wappen zurückkehren.
Paten- und Partnerschaften
* Patenschaft über die Bewohner der Egerländer Stadt Schlaggenwald seit 1956
* Patenschaft über das Minensuchboot ?Auerbach/Opf.? der Bundesmarine seit 1963
* Partnerschaft mit der französischen Stadt Laneuveville devant Nancy in Lothringen seit 1985
* ?Freundschaftliche Zusammenarbeit? mit dem polnischen O?wi?cim (Auschwitz) seit 1997
Wirtschaft
In und um Auerbach wurde über Jahrhunderte bis 1987 Eisenerz abgebaut.
1904 begannen auf dem Grubenfeld in Nitzlbuch die Abteufarbeiten für die Schächte Maffei I und Maffei II. Die Eisenerzgrube Leonie mit ihrem 194 Meter tiefen Schacht wurde erst 1977 eröffnet. Es existierte eine Grubenbahn, die mit sechs elektrischen Lokomotiven das Erz transportierte.
Erst mit dem Konkurs der Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg im Jahre 1987 wurde die Eisenerzgrube Leonie geschlossen. Heute ist das Gelände ein Naturschutzgebiet.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Bis 21. März 1982 war Auerbach der Endpunkt der Lokalbahn Ranna?Auerbach.
Ansässige Unternehmen
• GmbH]
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
• Stromer] (* um 1476 in Auerbach in der Oberpfalz); ? 25. November 1542), Leipziger Universitätsprofessor, Arzt und Gründer von Auerbachs Keller
• Michael Doser] (20. April 1678 in Degelsdorf bei Auerbach, ? 13. November 1756), Künstler, Bildhauer und Holzschnitzer
• Baptist Metz] (* 1928), katholischer Theologe, Begründer der politischen Theologie
• Lodes] (* 1909 in Auerbach in der Oberpfalz), Künstler
Weblinks
• Auerbach: Historische Spurensuche - Die Junge Pfalz in Bayern (Haus der Bayerischen Geschichte)
• Ortsteil Reichenbach Geschichte und Hofbeschreibungen
• Bergbaumuseum Maffeischächte
• Grubenlok

