Aue (Sachsen)
Aue ist mit rund 18.000 Einwohnern eine Kleinstadt an der Mündung des Schwarzwassers in die Zwickauer Mulde im Erzgebirge. Aue ist Verwaltungssitz des Landkreises_Aue-Schwarzenberg und gehört zum Städtebund Silberberg.
Die Stadt war zu DDR-Zeiten ein Zentrum des Maschinenbaus und der Besteckherstellung und entwickelt heute den Tourismus, da durch sie die Silberstraße führt. Sie ist auch durch den Fußballverein FC Erzgebirge Aue, der 2003 den Aufstieg in die 2._Bundesliga schaffte, bekannt.
Aue war bis 1991 ein Zentrum der SDAG_Wismut.
Geographie
Nachbargemeinden
Angrenzende Gemeinden sind Bad Schlema, Bernsbach, Bockau, Zschorlau, die Städte Lauter/Sa., Lößnitz und Schneeberg im Landkreis Aue-Schwarzenberg sowie die Stadt Hartenstein im Landkreis Zwickauer Land.
Klima
Die durchschnittlich Lufttemperatur Aue beträgt 8,0 °C, der jährliche Niederschlag 790 Millimeter.
Geschichte
Eine erste urkundliche Erwähnung fand der Ort als Awe 1173, wobei Awe die Wiese am Zusammenfluss von Schwarzwasser und Zwickauer Mulde bezeichnet. Aus dieser Zeit stammt das Klösterlein Zelle, dessen Kirche auch heute noch erhalten ist (der Rest fiel während der Industrialisierung den benachbarten Fabrikgebäuden zum Opfer). Auf dem Hoftag in Goslar 1173 bestätigt Kaiser Friedrich I. die Gründung des Klosters in der Aue.
1479 Beginn des Bergbaus auf Zinn und Silber.
1526 wird das Eisenwerk Auerhammer (OT von Aue) urkundlich erwähnt.
1627 Aue erhält vom Kurfürst Johann Georg I. des Marktrecht für einen Jahrmarkt zu Batholomäus (27. August), 1632 für einen zweiten Jahrmarkt, den Katharinenmarkt am 25. November,
1635 gründet Veit Hans Schnorr das erste sächsische Blaufarbenwerk in Niederpfannenstiel (OT von Aue).
1711 beginnen die Koalinlieferungen von Aue nach Meißen zur Porzellanfertigung.
1897 Eingemeindung von Zelle nach Aue.
1901 das königliche Amtsgericht nimmt seine Tätigkeit auf.
1929 Eingemeindung von Alberoda nach Aue.
Eines der ältesten Kunstwerke Sachsens ist das Putzritzgemälde von der Ostwand des Klösterleins, das Kaiser Friedrich_I._Barbarossa, Maria und einen Bischof zeigt. Es wurde in den Dreißiger_Jahren aus restauratorischen Gründen abgenommen und befindet sich heute in der St.-Annen-Kapelle nahe dem Dom in Freiberg. Eine Kopie von H. Beck findet sich in der Friedenskirche Aue-Zelle.
Die Stadt wurde nach dem Kriegsende 1945 einige Zeit weder durch die Sowjetunion noch durch die USA besetzt. Diese Situation verarbeitete Stefan Heym in seinem Buch Schwarzenberg und gern wird auch von der ?Freien_Republik_Schwarzenberg? gesprochen, obwohl dies kein zeitgenössischer Begriff gewesen ist.
Bis 1994 war die Stadt Verwaltungssitz des Kreises_Aue. Mit der Kreisreform 1994 wurde Aue Verwaltungssitz des neugebildeten Landkreises_Aue-Schwarzenberg.
Seit 1996 existiert der ?Städtebund Silberberg?, dem neben Aue auch Schneeberg, Schwarzenberg, Bad Schlema, Lauter und Lößnitz angehören. Im November 2006 bekundeten per Unterschrift die Bürgermeister der Orte Aue, Lößnitz, Schneeberg und Bad Schlema das Vorhaben des Zusammenschlusses zu einer Stadt Silberberg.
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
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1839 bis 1946
1960 ? 31.182
1971 ? 32.000
1981 ? 28.914
1984 ? 28.523
1995 ? 19.251
1998 ? 19.933
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1999 bis 2005
FDP: 7 Mitglieder
* FBA/SPD: 5 Mitglieder
PDS: 5 Mitglieder
* FWA: 3 Mitglieder
* LdU: 2 Mitglieder
Wappen
Das Wappen zeigt in blau auf gewellter silberner Wasserfläche in Form eines Wellenschildfußes übereinander zwei goldene Holzbrücken mit je zwei roten, nach links wehenden Fähnchen auf dem Geländer.
Städtepartnerschaften
Partnerschaften bestehen seit 1990 mit der Stadt Solingen und seit dem 30. November 2003 auch mit der tschechischen Stadt Kadan.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
* Ernst Papst (* 1843), Fabrikbesitzer, Gründer des Allgemeinen Turnvereins und der Freiwilligen_Feuerwehr
Fürst_Otto_von_Bismarck (1815?1898), Reichskanzler, Ehrenbürger seit 1. April 1895
* Gustav Hiltmann (1850 - 1931) Mitbesitzer der Fa. Hiltmann & Lorenz (HILO) mit hohem Engagement für seine Heimatstadt, Stadtrat und Stadtverordneter, Ehrenbürger seit 1920
Emil Teubner (1877?1958), Holzschnitzer und Bildhauer
* Peter Koch, Geschäftsführer der Nickelhütte Aue GmbH
Söhne und Töchter der Stadt
Melchior Lotter (1470-1549), Buchdrucker und Verleger
Kurt Teubner (1903?1990), Maler und Grafiker
Dietmar Vettermann (* 1957), Oberbürgermeister der Stadt Zwickau
Thomas Colditz (* 1957), CDU-Politiker, Mitglied des Sächsischen Landtages
Weitere Persönlichkeiten
• August Geitner] (1783?1852), Chemiker, Arzt, Botaniker und Erfinder des Argentan, gründete 1829 die Argentanfabrik Auerhammer, den Vorgänger der heutigen Auerhammer Metallwerk GmbH und legte damit den Grundstock für die Entwicklung der Stadt zu einem Zentrum der Herstellung von Argentanbesteck
• Winkler] (1838?1904), deutscher Chemiker, Entdecker des chemischen Elements Germanium, verbrachte im heutigen Ortsteil Niederpfannenstiel seine Jugend, das Auer Gymnasium ist nach ihm benannt
Quellen
Weblinks
• www.aue.de ? Homepage der Stadtlmo:Aue

