Atsabe
Der Ort Atsabe ist ein Ort des osttimoresischen Distrikts_Ermera. Zur Landeshauptstadt Dili sind es in Luftlinie etwa 45 km nach Nordosten, bis zur Distrikthauptstadt Gleno 24 km. Der Ort liegt in einer Höhe von 1.507 Metern über dem Meer. Eine Straße verbindet Atsabe nach Norden mit Letefoho und weiter nach Gleno, nach Süden mit Bobonaro, Maliana und Mape-Zumalai.
Im Subdistrikt Atsabe leben insgesamt 15.849 Menschen (2004). Die Nationalsprache Kemak ist hier weit verbreitet. Der Subdistrikt teilt sich in zwölf Sucos auf:
Atara
Baboe Kraik (Baboi Kraik)
Baboe Leten (Baboi Leten)
Batu Manu
Laklo (Lado)
Lasaun
Laubonu (Laubanu, Laubunu)
Leimea Leten (Limie Leten)
Malabe
Obulo (Obolu)
Paramin
Tiarlelo (Tirlelo)
Geschichte
Atsabe war bereits vor der Kolonialzeit eines der Zentren Timors. Herrscher war der Liurai der Atsabe-Kemak. Die Atsabe-Herrscher standen im Ruf besonders dazu zu neigen gegen die Portugiesen und ihre Anwesenheit aufzubegehren. Mehrere Revolten sprechen dafür.
Einer der Liurai von Atsabe, Dom Guilherme Gonçalves, war ein starker Unterstützer der APODETI in den Siebzigern des 20. Jahrhundert.
Anfang Januar 2003 wurden nahe Atsabe die kleinen Dörfer Tiarlelo und Laubonu von bis zu 15 mit Sturmhauben maskierten Banditen mit automatischen Waffen und alten indonesischen Uniformen überfallen. 25 km von der Grenze zu Indonesien entfernt. Drei Menschen wurden getötet und fünf verletzt. Die Verteidigungskräfte Osttimors schickten daraufhin 180 Soldaten für Polizeiaufgaben in die Region. [http://www.theage.com.au/articles/2003/01/06/1041566359883.html The Age, Bericht über den Zwischenfall Jan. 2003 in Atsabe] Mitglieder von Colimau 2000 - einer Organisation, die von ehemaligen im Untergrund arbeitenden Jugendaktivisten gegründet wurde - wurden beschuldigt in die Überfälle verwickelt gewesen zu sein, bei denen insgesamt sieben Menschen starben. Massenverhaftungen folgten, doch von den Gerichten wurden alle Verdächtige wieder freigelassen. [http://www.theaustralian.news.com.au/story/0,20867,20770109-23109,00.html The Australian, 16.11.2006, Four believed dead in more Timor violence]
Literatur
* ?Died in the service of Portugal?: legitimacy of authority and dynamics of group identity among the Atsabe Kemak in East Timor, Journal of Southeast Asian Studies, Singapore. 2005.

