Atari 1040 STE
Der ATARI 1040 STE (mit E für Enhanced) wurde im Jahr 1989 mit neuen technologischen Merkmalen für die ST Serie eingeführt, um verlorene Marktanteile vom konkurrierenden Amiga zurückzuerobern. Im Vergleich zum 1040 ST erhielt der STE folgenden neue Eigenschaften:* Betriebssystem TOS 1.06 (später 1.62), auch STE-TOS (bis auf die zusätzlichen Routinen zur Ansteuerung der STE-Hardware identisch mit TOS 1.04)
* eine Farbpalette von 4096 Farben (vorher nur 512), jedoch nach wie vor nur 16 gleichzeitig darstellbar
Genlock - Unterstützung
DMA 8-bit Stereosound mit bis zu 50 kHz Digitalsound-Wiedergabe (vorher nur Mono mit analoger Klangsynthese)
* Einfach zu erweiternde SIMM Steckmodule für Speicher bis zu 4 MB (vorher war meist Löteinbau für die Speichererweiterung nötig)
* ein grafischer Koprozessor, den sogenannten Blitter
* Hardware-Scrolling für Spiele
* 2 digitale und 2 analoge Joystickports (vorher waren nur 2 digitale Ports vorhanden)
Ansonsten ist das Gerät weitgehend mit dem 1040 STFM identisch. Gehäuse und Tastatur sind gleich, ringsherum finden sich weitgehend die gleichen Anschlüsse.
Leider brachten die Änderungen am Betriebssystem viele Inkompatibilitäten an bestehender Software mit sich - vor allem durch Kopierschutztechnologien verursacht. Zusammengefasst konnte der STE jedoch nur zu dem bereits lange existierenden Amiga technologisch gleichziehen, aber ihn nicht überholen. Der Amiga 500 blieb weiterhin die favorisierte Spieleplattform. Der 1040 STE blieb in den Verkaufszahlen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Einige Spiele enthalten spezielle Anpassungen, um die Zusatzfunktionen des STE auszunutzen. Dies ist z.B. bei einigen Titeln des Hauses Thalion Software oder beim Flipperspiel Obsession von Unique Development der Fall.
Programme für die STE-Serie sind mit dem Emulator Steem auf heutigen PCs lauffähig: http://steem.atari.org
Weblinks
• atari-computermuseum.de - Deutsches Online-Museum
*http://www.atari-ste.com

