Asset-Swap
Ein Asset-Swap ist ein zusammengesetztes Finanzinstrument, das im Interbankenhandel und an institutionelle Investoren vertrieben wird. Es besteht aus zwei Teilen: einem Swap und einem Bond, letzterer meist mit festem Zinssatz ausgestattet. Dabei passt ein Bein (Leg) des Swaps bezüglich Nominalwert, Nominalzins (auch Kupon genannt) und Zahlungsdatum exakt zu den Zinszahlungen des Bonds. Ein typischer Fall ist ein Bond mit fixem Kupon, der zusammen mit einem Payer-Swap mit demselben Kupon vertrieben wird. Der Käufer eines Asset-Swaps erhält in diesem Fall vom Emittenten des Bonds den festen Zinssatz gezahlt und zahlt diesen selbst sofort wieder in den Swap ein, er erhält dafür vom Swappartner den variablen Zinssatz (häufig im europäischen Raum den 3-Monats-Euribor) plus einen Spread. Per Saldo hat der Käufer also einen synthetischen Floater erworben, das Paket trägt das Kreditrisko des Wertpapiers, hat aber nur ein geringes Zinsrisiko, da der erhaltene Zinssatz variabel ist. Und das ist auch der Grund, warum diese Pakete gebildet werden: häufig möchten Investoren nur ein (durch den Spread bezahltes) Kreditrisiko kaufen, aber nicht das Zinsrisiko. Firmen emittieren andererseits sehr häufig Anleihen mit festem Zinssatz und entsprechend hohem Zinsrisko.Häufig werden Asset-Swaps in Form von Par-Par-Strukturen gehandelt. Für einen Bond, der am Markt für sich z.B. bei 95 notiert, zahlt der Käufer trotzdem Par, d. h. 100. Für die zu viel bezahlten 5 wird ein zusätzlicher Zins ermittelt, dessen Barwert gerade 5 ausmacht, er wird auf den Spread aufgeschlagen (ähnlich einem Agio).

