Rapfen
Der Rapfen oder Schied (Aspius aspius) ist eine Karpfenfische (Cyprinidae). Zu dieser Fischgruppe gehören etwa 1.500 Arten.
Der 10 bis 80 (max. 120) Zentimeter lange Rapfen ist sehr stromlinienförmig. Das zahnlose Maul ist oberständig, sehr groß und die Maulspalte reicht bis unter das Auge. Rapfen haben 137 Zwischenmuskelgräten. Sie sind deshalb keine begehrten Speisefische.
Während der Fisch in jungen Jahren als typischer Friedfisch lebt, ernährt er sich mit fortgeschrittenem Alter räuberisch. Er ist damit, neben dem Döbel, der einzige zahnlose Räuber in unseren heimischen Gewässern.
Die Laichzeit des Rapfen erstreckt sich von April bis Juni, wobei die Männchen Laichausschlag zeigen können.
Der Rapfen lebt in Flüssen Mitteleuropas, östlich des Rhein, und in Osteuropa bis zur Wolga. Sein südlichstes Vorkommen ist das Stromgebiet der Donau, sein nördlichstes Südschweden und der Süden Finnlands. Durch den Bau des Rhein-Main-Donaukanals ist er von Osten her nach Westeuropa eingewandert. Der Rapfen ist ein typischer Oberflächenjäger und bevorzugt schnell fließende Gewässer mit starker Strömung.
Angler benötigen schnell geführte Kunstköder (z.B. Meerforellenblinker). Auch
Spinner und Woobler von mittlerer Grösse haben sich bewährt. Mit Köderfischen oder Fischfetzen von 7-12cm in Verbindung mit einer Wasserkugel wurden auch grössere Exemplare (60-75cm) gefangen.
Auch Schwimmbrot (3 x 3 cm) kann für Rapfen bis 65 cm. sehr verlockend sein. Gerade im Frühjahr spart er dadurch Energie.
Weblinks
• Rapfen: weitere Infos und Fotos• FishBase
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