Aspergillus flavus
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! Link, 1809
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Aspergillus flavus (auch Penicillium rubrum) ist ein Schimmelpilz der Gattung Aspergillus. Aspergillus flavus ist auch bekannt als ?Fluch_der_Pharaonen?.
Vorkommen
A. flavus verbreitet sich weltweit in der Luft und im Boden. Er bildet hauptsächlich Kolonien auf fett- und stärkehaltigen Samen wie beispielsweise Erdnüsse, Baumwollsamen, Mais, Getreide oder Pistazien (Roth et al., 1990). Siehe auch Aflatoxine. Über diese gelangen der Pilz und die vom Pilz produzierten Nebenprodukte in die menschliche Nahrungskette.
Nebenprodukte
Die wichtigsten letalen Nebenprodukte des Pilzes sind die Mykotoxine Aflatoxine B1 und B2.
Die Menge der Aflatoxine, die von A. flavus produziert werden, hängt von äußeren Faktoren wie Temperatur und Luftfeuchtgkeit ab (Diener et al. 1987). Die Produktion der Aflotoxine hat beispielsweise bei 30 °C ihr Maximum, während sie bei 20 °C relativ gering ist.
Wirkung
Aflatoxine haben eine starke kanzerogene Wirkung. Der Pilz selbst kann im Körper schwache Organe schädigen, was zur Folge hat, dass es bei durch Aspergillus flavus verursachte Erkrankungen (Aspergillose) viele verschiedene Todesursachen gibt, wie Nierenbluten, Krebs oder Herzversagen.
Das Aflatoxin B ist der Auslöser des kleinzelligen_Leberzellkarzinoms, welches in Afrika (aufgrund der schlechten Hygieneverhältnisse) das am häufigsten auftretende Karzinom ist.
Fluch des Pharao
1973 gingen Forscher in das Grab des ehemaligen polnischen Königs Kasimir in Krakau. Wenige Tage später starben vier der zwölf Forscher und sechs weitere einige Jahre später. Sofort kamen Meldungen über einen ?Fluch des Pharao?. Einer der Überlebenden war Boleslaw Smyk, Professor der Biologie. Er hat an der Königsmumie Pilzsporen entdeckt, die möglicherweise der Grund für die Todesfälle waren. Die Sporen können über 500 Jahre alt werden. Die Symptome der Opfer des ?Pharaonenfluches? in Ägypten zeigen Ähnlichkeiten mit den Aspergillus-flavus-Symptomen.
Literatur
* Roth L., Frank H., Kormann K.: Giftpilze. Pilzgifte. Schimmelpilze. Mykotoxine. Vorkommen, Inhaltsstoffe, Pilzallergien. ecomed, Landsberg a. L. 1990, ISBN 3609647302
* Diener U. L., Cole R. J., Sansders T. H., Payne G. A., Lee L.S., Klich M. A. Ann. Rev. Pythopathol. 1987 25:249-70

