Asparn an der Zaya
Asparn an der Zaya ist eine Marktgemeinde mit 1.814 Einwohnern im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich.
Geografie
Asparn an der Zaya liegt im Weinviertel in Niederösterreich. Die Zaya ist ein Nebenflusses der March. Die Bezirkshauptstadt Mistelbach ist 7 km nur entfernt.
Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 40,48 Quadratkilometer. 28,25 Prozent der Fläche sind bewaldet.
Katastralgemeinden sind Altmanns, Asparn an der Zaya, Michelstetten, Olgersdorf, Schletz.
Einwohnerentwicklung
Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1814 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1688 Einwohner, 1981 1710 und im Jahr 1971 1862 Einwohner.
Geschichte
Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs. Darunter ragt das neolithische Massaker von Asparn (Schletz) heraus, dass den Ort für die Urgeschichte zu einem Begriff machte. 1108 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt, im Spätmittelalter entwickelte er sich zum Markt, dem im 14. Jahrhundert der Bau einer Ringmauer und 1512 ein Wappen bewilligt wurde. Nach dem Aussterben der Herren von Asparn im 13. Jahrhundert waren unter anderen die Sunnberger (vor 1286) und die Wallseer (1380) im Lehensbesitz der Herrschaft.
1610 kaufte Graf Seyfried Christoph von Breuner die Herrschaft Asparn, baute das Schloss zu seiner Hauptresidenz aus und gründete das Minoritenkloster.
Während der Einfälle der Kuruzzen und des Schwedenkriegs 1645 wurde der Ort schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Politik
Bürgermeister der Marktgemeinde ist Heinrich Eberlein, Amtsleiter Johann Hackl.
Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 19 Sitzen seit der Gemeinderatswahl vom 6. März 2005 folgende Mandatsverteilung:
ÖVP 11, SPÖ 7, FPÖ 1, andere keine Sitze.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Museum für Urgeschichte, eine Außenstelle des Niederösterreichischen_Landesmuseums im Schloss Asparn
* Weinlandmuseum
* Niederösterreichisches Schulmuseum Michelstetten
Film
"Filmhof"-Festival in Asparn an der Zaya
Bauwerke
* Minoritenkloster
spätromanische Wehrkirche Michelstetten
Wirtschaft und Infrastruktur
Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 47, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 76. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 811. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,58 Prozent.
Bildung
Es gibt eine Volksschule, Hauptschule und Sonderschule.
Literatur
Josef Maurer: Geschichte des Marktes Asparn an der Zaya. Wien, Selbstverl. 1887, XVI, 553 S.
* Johannes Bernold: Asparner Geschichtsbuch - Regesten zur Geschichte der Marktgemeinde Asparn an der Zaya. Asparn an der Zaya, Zeitgen. Dokumentationsarchiv, 167 S, 55Bl.

