Aspangbahnhof
Der Aspangbahnhof war der Ausgangsbahnhof der Aspangbahn in Wien und befand sich im 3. Wiener_Gemeindebezirk Landstraße auf den Aspanggründen an der Aspangstraße.
Geschichte
Im Zuge der Einstellung der Schifffahrt auf dem Wiener Neustädter Kanal im Jahr 1879 wurde das Wiener Hafenbecken aufgeschüttet und an dessen Stelle von 1880 bis 1881 der Kopfbahnhof der gerade in Bau befindlichen Aspangbahn im historisierenden Renaissancestil errichtet.
Nach dem Anschluss Österreichs an das Großdeutsche_Reich im Jahr 1938 war der Bahnhof bis 1942 Ausgangspunkt für die Deportierungen der Wiener Juden. Während der Besatzungszeit nach dem Zweiten_Weltkrieg diente der Bahnhof den britischen Besatzungstruppen als Kopfbahnhof und wurde auch nach deren Abzug 1955 bis zur seiner Stilllegung 1971 in Betrieb gehalten.
Nachdem bereits vor der Schließung Jahrzehnte lang keine nennenswerten Erneuerungen und Renovierungen am Bahnhofsgebäude vorgenommen worden waren, verfiel dieses zusehends und wurde 1977 schließlich abgetragen. Seither ist dieser Platz unbebaut geblieben. Mittlerweile wurden die Aspanggründe allerdings zum Stadtentwicklungsgebiet erklärt und sollen unter dem Projektnamen Eurogate in den nächsten Jahren mit Wohnungen, Büros und sozialer wie technischer Infrastruktur bebaut werden.
Ein Mahnmal für die deportierten jüdischen Österreicher ist in Planung. Der Bedeutung des Ortes entsprechend wurde der Platz vor dem ehemaligen Bahnhof in ?Platz der Opfer der Deportation? umbenannt. Eine steinerne Gedenktafel erinnert mit einer Inschrift an die nationalsozialistischen Verbrechen:
Literatur
* Wien Museum: Großer Bahnhof: Wien und die weite Welt''. Czernin Verlag, Wien 2006, ISBN 3-7076-0212-5.
Weblinks
• Bezirksmuseum Landstraße | Der Aspangbahnhof und die Wien-Saloniki-Bahn
• Planet Vienna | Aspangbahnhof
• wien.at | Strukturplan Aspanggründe

