Ferner Donner
Ferner_Donner_([[Bengalische_Sprache/'>Bengalisch: ???? ?????, A?ani Sa?ket) ist ein indischer Spielfilm von Satyajit Ray aus dem Jahr 1973.
Handlung
Der gebildete Brahmane Gangacharan hat sich gerade mit seiner Frau in einem bengalischen Dorf niedergelassen. Die Distanz der eingesessenen Bauern überwindet er mit dem Angebot als Lehrer für ihre Kinder zu arbeiten und religiöse Zeremonien abzuhalten (Anm.: religiöse Riten im Hinduismus dürfen meist nur von Brahmanen vollzogen werden). Die Zweite Weltkrieg wirft seine Schatten auch auf das abgelegene Dorf. Die Dörfler wissen nicht, wer überhaupt kämpft, auch Gangacharan ist kaum mehr informiert, als dass Japan Singapur eingenommen hat. Der entfernte Lärm von Kampfflugzeugen lässt das Gerücht aufkommen, dass eine Reisknappheit bevorstehe. Die Händler halten zusätzlich Reis zurück, um ihre Profite zu erhöhen.
Für die Dorfbevölkerung beginnt eine Existenz wie für Tiere, sie streunen herum und betteln um Nahrung. Gangacharan hat für sich rechtzeitig vorgesorgt, doch auch seine Reisvorräte werden nicht lang ausreichen. Seine Frau Ananga möchte deshalb für Reis arbeiten gehen, doch Gangacharan als Brahmane ist bei dem Gedanken daran, dass seine Frau körperliche Arbeit außerhalb des Hauses ausübt, schockiert. Bald ist er aber gezwungen, seine Bedenken beiseite zu legen und Ananga arbeitet mit den anderen Frauen des Dorfes.
Jadu, ein hässlicher Mann mit einem mit Verbrennungsnarben übersäten Gesicht, bietet der Dörflerin Chutki Reis an, wenn sie mit ihm geht, ihm offensichtlich sexuell zu Diensten ist. Sie lehnt ab, doch der Hunger treibt sie später dazu, nachzugeben.
Ananga schickt Gangacharan mit ihren goldenen Armreifen nach Reis in ein Nachbardorf. Während er unterwegs ist, geht sie mit anderen Frauen in den Wald nach essbaren Knollen und wird von einem Mann angefallen. Ihre Freundin Chutki tötet ihn mit einer Eisenstange. Aus Hunger geht Chutki auf dem Rückweg wieder mit dem Narbengesicht für Reis.
Eine Frau der Unberührbarenkaste ist die erste Hungertote im Dorf. Gangacharan bricht ein Tabu als er ihren Puls fühlt und für eine angemessene Kremation sorgt.
Am Ende des Films ist Ananga schwanger und man sieht die Dorfbewohner als Silhouette auf der Suche nach Nahrung davonziehen. Die letzte Einstellung zeigt den Satz: Über fünf Millionen Bengalen starben an Hunger und Epidemien in dem, was als menschengemachte Hungersnot des Jahres 1943 bekannt wurde.
Anmerkungen
Der Film handelt zur Zeit der großen bengalischen Hungersnot 1943-44 unter der britischen Herrschaft in einem kleinen Dorf. Während der entscheidenden Phase des Zweiten Weltkrieges in Asien hält die britische Regierung zivile Nahrungsmittelvorräte für ihre Armeeangehörigen zurück und die sich wegen zusätzlicher spekulativer Nahrungsmittelknappheit verteuernden Preise sorgen für eine Hungerkatastrophe unter der bengalischen Bevölkerung.
Rays zweiter Farbfilm basiert auf dem gleichnamigen Roman von Bibhutibhushan Bandyopadhyay, der bereits die Vorlage für die Filme der Apu-Trilogie lieferte. Die Ereignisse, die zur Hungersnot führten, werden im Mikrokosmos Dorf beobachtet und die Veränderungen im Leben und Verhalten der Dorfbewohner dargestellt. Es gibt keine Leichenberge.
Auszeichnungen
• Film Award], Neu-Delhi, 1973
**beste Kamera
**beste Musik
**bester Film in Bengali
• Bär] der Berliner_Filmfestspiele_1973
*Golden Hugo, Chicago International Film Festival, 1974
Weblinks
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• Fotos, Handlung etc. (engl.)
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