Muhammad ash-Shaibani
Muhammad ash-Shaibani () (749 oder 750 in Kufa, Irak; ? 804 oder 805 in Rai bei Bagdad) war ein Schüler des Rechtsgelehrten Abu Hanifa und gilt zusammen mit ihm und Abu Yusuf als Begründer der hanafitischen Rechtsschule (madhab) des sunnitischen Islam.Er war der Sohn des Hassan ash-Saibani der aus Bagdad stammte. Muhammad ash-Shaibani verfasste ca. 100 Bücher über Islamische Religionswissenschaften. Dazu zählen das Al-Mabsut, az-Ziyadat, al-Khami as Saschir, as Siyar al Kabir und das as Siyar as Sagir. Die in diesen Büchern behandelten Angelegenheiten bezeichnet man als "Zahir ar Riwaya".
Diese Bücher enthalten die zuverlässigsten Überlieferungen der Hanefitischen_Rechtsschule.
Muhammad as-Shaibani wurde neben Abu Hanifa auch von Malik ibn Anas unterrichtet. Abu Yusuf und Muhammad ash-shaibani werden von den Hanafiten, zusammen als die "al-imamayn" (Die Zwei Imame) bezeichnet. Er studierte zunächst in Medina, später in Bagdad, wo er als Richter arbeitete, er prägte die Rechtsurteile der Hanafiten stark indem er sehr stark in die Hadithgrundlagen einging.
Literatur
Ömer Nasuhi Bilmen: Feinheiten des Islamischen Glaubens - Islamischer Kachetismus. ASTEC Verlag 2005, ISBN 3-00-015510-4 (Quelle für Artikel auf Seite 48)

