ASUS
ASUS (ASUSTeK Computer Inc., , notiert an der Börse Taipeh unter Nr. 2357) ist ein großer taiwanesischer Hersteller von Hardware wie Hauptplatinen, Grafikkarten, Notebooks, Barebones, Netzwerkkomponenten, PDAs, Servern sowie Computergehäusen mit Sitz in Taipeh in der Republik China auf Taiwan. Das Unternehmen ist allgemein unter dem Markennamen ASUS (Kurzform von ?Pegasus?) bekannt; auch die deutsch-österreichische Niederlassung mit Sitz in Ratingen firmiert als ?Asus Computer GmbH?.
Unternehmensstruktur
Das Unternehmen hat mittlerweile weltweit über 44.000 Angestellte, die meisten davon in China, wohin der Großteil der Produktion schon vor einiger Zeit ausgelagert wurde; insbesondere wurde bei Shanghai auf einer Fläche von 540.000 m² ein kompletter Industriepark gebaut, in dem sowohl komplette Produkte wie Hauptplatinen und Notebooks als auch Bauteile wie PCBs, Konnektoren oder Kondensatoren gefertigt werden. Im Heimatland verbleiben die Abteilungen für Forschung und Entwicklung sowie die Fertigung von Eigenmarken-Notebooks.
ASUS betreibt Niederlassungen in Deutschland, Italien, Grossbritannien, Frankreich, Spanien, Russland und den USA sowie ein europäisches Servicecenter in den Niederlanden. Weitere Niederlassungen sind geplant.
Zu ASUSTeK gehört die Low-Cost-Mainboard-Marke ASRock sowie die AXUS-Microsystem Inc.http://www.heise.de/newsticker/meldung/31193.
Laut der taiwanischen IT-Tageszeitung DigiTimes wurde bei ASUSTeK zum 1. März 2006 eine Restrukturierung durchgeführt, um das Geschäft mit der Eigenmarke ASUS vom OEM-Geschäft (v. a. mit Notebooks) zu trennenhttp://www.digitimes.com/mobos/a20060301A2003.html.
Handel
Asus vertreibt seine Produkte nur über Händler und nicht im Direktverkauf. Dabei werden die Produkte oft durch den Händler geordert und direkt durch Asus an den Endkunden versandt. Hierbei ist es in letzter Zeit zu Schwierigkeiten mit der eBay-Plattform gekommen, wo Produkte von Asus nur 1 ? über dem Einkaufspreis verkauft wurden. Asus hat diesbezüglich Gegenmaßnahmen eingeleitet, um seine Händlerbeziehungen zu schützen.
Hauptplatinen
ASUS ist der weltweite Marktführer bei Hauptplatinen (Motherboard), wobei insbesondere von der Tochterfirma ASRock der low-budget- und OEM-Markt bedient wird.
OEM
Außerdem fertigt ASUS als Auftragshersteller Produkte, die dann von Marken wie HP (Hewlett-Packard), Sony, Samsung, Apple und Dell vertrieben werden; so wurde etwa die OEM-Version des ASUS-L8400K-Notebooks, besser bekannt als Mohaste, von Medion bei Aldi verkauft.
ASUS und die Cheattreiber
ASUS entwickelte schon immer eigene Grafikkartentreiber und baute eigene Features für die ASUS-Produkte mit ein. Im Jahr 2000 plante ASUS, die so genannte ?3D SeeThrough? in ihre Treiber zu integrieren. Dieses Feature stellt texturierte 3D-Modelle als Wireframe dar ? man kann also durch sie hindurchsehen. Für 3D-Solo-Spiele ein durchaus nützliches Feature, doch drohte aus den Reihen der Online-Shooter-Gemeinde (Counter-Strike, Unreal Tournament, ...) massiver Protest. ASUS stoppte angeblich 2000 die Entwicklung dieses Treibershttp://www.heise.de/newsticker/meldung/10753.
Im Mai 2001 baute ASUS diese Technologie allerdings wieder in seine Treiber ein. Zwar gab es keinen offiziellen Weg, das 3D-SeeThrough-Feature zu aktivieren, doch waren ein paar Registry-Einträge kein Hindernis für willige Cheater. Nach einer Online-Petition und einer Umfrage auf der ASUS-Website (hier stimmten gut 90 % gegen die Weiterführung der 3D-SeeThrough-Technologiehttp://www.heise.de/newsticker/meldung/17831) wurde mit der Version 12.40 der ?Wallhack? aus den Treibern entfernt.
Gewährleistung
Wenn der Händler, bei dem man ein ASUS-Produkt gekauft hat, Insolvenz anmeldet, kann man die Hardware auch bei ASUS direkt reparieren lassen. ASUS verlangt allerdings in solchen Fällen vom Kunden, dass er die Insolvenzbescheinigung des Händlers recherchiert.
Im Normalfall jedoch wird z. B. ein in einem Onlineshop gekauften Notebook problemlos vom Asus Support repariert, natürlich nur im Rahmen der Gewährleistung.
Quellen
Weblinks
• Offizielle Webseite

