ASU-85
Der ASU-85 (Awiadessantnaja Samochodnaja Ustanowka; russisch , auf deutsch: Luftlande-Selbstfahrgeschütz) ist eine sowjetische Luftlande Sebstfahrlafette.
Geschichte
Auf Beschluß des Ministerates der UdSSR vom 15. September 1953 erhielt das Sonderkonstruktionsbüro 40 (OKB-40) im Werk Nr.40 den Auftragt zur Entwicklung einer leichten SFL zur Panzerabwehr. Sie sollte in den Mot.-Schützen und Panzereinheiten sowie bei den Luftlandetruppen eingesetzt werden. Die SFL trug die Bezeichnung SU-85 "Objekt 573", mit der sie am 06.07.1958 in die Bewaffnung der Sowjetarmeeaufgenommen wurde. Später wurde die zur besseren Unterscheidung in Artikeln und Büchern die Bezeichnung ASU-85 verwendet, obwohl alle offiziellen Dokumente die Bezeichnung SU-85 trugen/tragen. Die Serienproduktion lief von 1956 bis 1964 (nach anderen Angaben bis 1966).
Technik
Entsprechend den Forderungen verwendeten die Konstrukteure Aggregate und Baugruppen des leichten Schwimmpanzer PT-76 (Fahrwerk, Motor usw.) Die Wanne stellt eine völlige Neukonstruktion mit rationell geneigten Panzerplatten dar. Die Stärke der Panzerung bot ausreichenden Schutz vor klein- und mittelkalibrigen Geschossen. Die turmlose Konstruktion war mit der 85 mm Kanone D-70 (2A15) und einem koaxialem 7,62 mm MG SGMT bewaffnet. Bie Besatzung bestand aus Kommandant, Fahrer, Richtschütze und Ladeschütze.
Mit seimen 6-Zylinder-2Takt Dieselmotor JaMZ-296W mit einer Leistung von 210 PS (177 kW) erreichte das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und hatte mit den Zusatztanks am Heck eine Fahrbereich von 360 km. Das Fahrzeug war mit einer InfrarotNachtsicht-Ausrüstung (gut zu erkennen durch den Suchscheinwerfer, der über der Kanone angebracht war) und einem Funkgerät R113 ausgestattet.
Obwohl die Konstruktion der ASU-85 auf die Nutzung in den Luftlandetruppen ausgerichtet war, konnte sie nur mit Flugzeugen Antonow An-12 und Hubschraubern Mi-6 transportiert werden. Mit einem Gewicht von 15,5 Tonnen war ein Absetzen per Fallschirmsystem zunächst nicht möglich. Erst später, mit der Verwendung der Luftlande-Plattform P-16 und reaktiver Fallschirmsysteme war auch dies möglich. Trotzdem blieb die Landung mit Flugzeug oder Hubschrauber die Hauptmethode.
Die sowjetische Luftlandedivisionen hatten je eine SFL-Abteilung mit 31 ASU-85. Die ASU-85 wurde auch von den polnischen Luflandetruppen und von der Ägyptischen Armee genutzt. Trotz der geringen Panzerung wies die ASU-85 mit der leistungsstarken Kanone und seiner Beweglichkeit eine hohen Kampfwert bei den Luftlandeeinheiten auf. Erst im Jahre 1993 wurden die letzten ASU-85 aus der Bewaffnung herausgenommen.
Es sind insgesamt vier Modifikationen bekannt:
* SU-85 Objekt 573 (ASU-85): oben offen, Heck nach vorn geneigt.
* SU-85 Objekt 573 (ASU-85): oben geschlossen mit 4 Luken, Heck nach vorn geneigt.
* SU-85 Objekt 573 (ASU-85): oben geschlossen mit 4 Luken, Heck nach hinten geneigt.
* ASU-85M Objekt 573: modernisierte Variante mit Fla-MG DSchKM
Weblinks
• Detaillierte Informationen über den ASU-85 (englisch)

