Artikel 19 Verlag
1988 erschien der Roman ?Die Satanischen Verse? von Salman Rushdie. Es kam zu Pogromen, und der iranische Staatschef Khomeini verurteilte Rushdie in Abwesenheit mittels einer Fatwa zum Tod und setzte ein Kopfgeld aus. Mehrere Übersetzer des Buchs wurden ermordet, Salman Rushdie lebt seitdem wegen der erhaltenen Morddrohungen in erzwungener Isolation getrennt von seiner Familie an ständig wechselnden Wohnorten und unter Polizeischutz.In Deutschland wagte kein einzelner Verlag, die Satanischen Verse zu verlegen. Gleichzeitig wurde es als Akt der Verteidigung der Menschenrechte gesehen, die Publikation sicherzustellen. Schließlich gründete eine Arbeitsgemeinschaft der deutschen Verlage einen neuen Verlag mit Namen Artikel 19 (dem Artikel, der in der europäischen Menschenrechtskonvention das Grundrecht auf Meinungsfreiheit zusichert), dessen einziger Zweck die Herausgabe der Verse war.
Als Gesellschafter und Herausgeber traten dabei u.a. auf:
• Blüm]
• Magnus Enzensberger]
• Demokratische Partei|FDP] Landesverband Schleswig-Holstein
• Grass]
• Hackl]
• Hildebrandt]
• Lafontaine]
• Schröder]
• Wallraff]
• Willemsen]
• Samson]

