Artieda
Artieda ist ein Ort im Pyrenäenvorland am Rande des Jakobswegs. Er liegt im Kreis Jacetania in der Provinz_Zaragoza der Autonomen_Gemeinschaft Aragonien.
Das Dorf liegt auf einem Hügel an der südlichen Seite der Canal de Berdún nahe der Yesa-Talsperre und ist als Wehrdorf angelegt. Es ist von Jaca und Pamplona über die Nationalstraße 240 und über den Jakobsweg zu erreichen.
Geschichte
Auch wenn die Gründung als Stadt/Dorf (villa) erst für 1276 dokumentiert ist, gibt es für Artieda schon Zeugnisse aus der römischen Epoche ? zum Beispiel an der Ermita de San Pedro. Desgleichen finden sich Reste der römischen Straße durch die Canal de Berdún. In den Flurstücken Campo de royo, Forao de la tuta, Viñas del Sastre und Corrales de Villasués gibt es weitere archäologische Fundstätten der Römerzeit.
Aus dem Mittelalter ist mindestens ein Wechsel des Grundherren bekannt und spätestens ab 919 gehört das Dorf zum Kloster Leyre, weil es zu dieser Zeit seinen Zehnt dorthin abführte.
Architektur
Das Dorf hat sich weitestgehend seinen mittelalterlichen Charakter erhalten. Es ist von der volkstümlichen Architektur der aragonesischen Bergregionen geprägt, es gibt aber auch Gebäude mit Renaissance- und klassizistischen Einflüssen wie die Casa del Hospital.
Die einschiffige Kirche stammt aus der Romanik und ist dem Heiligen_Martin geweiht. Im Zuge leichter Umbauten wurden im 17. Jh. zwei Kapellen eingebaut. Die Altar-Retabeln stammen ebenfalls aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Außer der Pfarrkirche befinden sich auf dem Gemeindegebiet noch mehrere Einsiedeleien: Ermita de San Pedro, Ermita de San Babil, Ermita de Santa Lucía, Ermita de Santa Cruz und Ermita de San Tornil.
Ein anderes wichtiges Gebäude ist die schon erwähnte Casa de los Diezmos, die aufgrund einer Schenkung durch das Königspaar Sancho_Garcés und Toda de Navarra vom 18. März 918 gebaut wurde.
Klima
Das Klima in der Canal de Berdún ist ein trockenes mediterran-kontinentales Bergklima. Für die Pyrenäen und die sie umgebenden Bergzüge bedeutet das milde Sommer und lange und kalte Winter.
Bevölkerungsentwicklung
Wirtschaft
Artieda lebt von Landbau und Viehwirtschaft. Traditionell bewirtschaften die Dorfbewohner Gemüsegärten für den eigenen Bedarf.
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