Arthur Zimmermann
Arthur Zimmermann (5. Oktober 1864 in Treuburg, dem heutigen Olecko; ? 6. Juni 1940 in Berlin) war ein deutscher Diplomat und Politiker.
Leben
Zimmermann studierte Jura in Königsberg und Leipzig, dabei schloss er sich den Corps Masovia und Lusatia an.
Er begann seine Karriere im zivilen preußischen Staatsdienst und wechselte 1905 in den diplomatischen Dienst. 1913 bis 1916 war er im Auswärtigen_Amt unter Staatssekretär Gottlieb von Jagow tätig, der ihn in die außenpolitischen Angelegenheiten des Kaiserreichs einweihte. So war Zimmermann u. a. an der Entscheidung, Österreich-Ungarn im Krieg gegen Serbien zu unterstützen, beteiligt.
Als Jagow Mitte 1916 aus Protest gegen den uneingeschränkten U-Boot-Krieg zurücktrat, wurde Zimmermann am 22. November 1916 sein Nachfolger als Staatssekretär im Auswärtigen_Amt. Er galt als Unterstützer der OHL und schlug im Dezember 1916 den Ententemächten ein Friedensangebot vor, welches diese jedoch ablehnten.
Im März 1917 verfasste er das Zimmermann-Telegramm bzw. die Zimmermann-Depesche, worin er ein Bündnis mit Mexiko und Japan vorschlug, um einen Bodenkrieg gegen die Vereinigten_Staaten zu verursachen. Doch das Telegramm, welches den deutschen Botschafter in Mexiko erreichen sollte, wurde von den Briten abgefangen und an die USA weitergeleitet. Es brachte Deutschland in diplomatische Verlegenheiten und trug zum Eintritt Amerikas in den Ersten_Weltkrieg bei.
Aus immer noch ungeklärten Gründen bestätigte Zimmermann in der Folge öffentlich die Authentizität des Dokuments, weshalb er am 6. August 1917 aus der Regierung entlassen wurde.
Literatur
* Vortrag über die militärische Lage und die Möglichkeit des Eingreifens der Vereinigten Staaten von Amerika in den Weltkrieg mit großen Truppenmassen. (Stand vom 18. November 1917) Berlin: Hermann Klokow, 1917

