Arthur Schwinkowski
Arthur Schwinkowski (9. August 1908 in Kiel; ? 3. Januar 1994 in Konstanz) war ein deutscher Politiker, Lehrer und Verwaltungsrat des NDR.Er studierte Deutsch, Englisch und Französisch. Die Doktorwürde erwarb er 1932 an der Philosophischen Fakultät der Universität Kiel. Außerdem erlangte er die Befähigung zum Lehramt an höheren Schulen.
Dann verbrachte er einige Jahre in Frankreich und war dort u.a. Austauschlehrer in Rennes.
Dort heiratete er und war in der Textilindustrie tätig.
Aufgrund des Kriegsausbruches kehrte er mit seiner Frau und seinem dreijährigen Sohn Georg 1939 zu den Eltern nach Flensburg zurück und trat dort in den Schuldienst ein. 1939 wurde auch seine Tochter Martha geboren.
1940 wurde er durch das Auswärtige_Amt an das Deutsche Institut in Paris als Lektor berufen und kehrte schließlich als Direktor des Deutschen Instituts nach Rennes zurück. Nach seiner Scheidung 1942 wurde Schwinkowski 1943 als Dolmetscher zum Wehrdienst einberufen.
Nach Gefangenschaft kehrte er 1945 nach Kiel zurück und war als Studienrat wieder im Schuldienst tätig.
1947 heiratete er Linde Koch, die Tochter des ehemaligen Oberbürgermeisters und Verlegers der "Kieler Nachrichten" Willi Koch.
Nach Geburt seiner zweiten Tochter Regine 1949 und seines zweiten Sohnes Clemens 1954, wurde er 1960 Oberstudiendirektor des Gymnasiums Kiel-Wellingdorf bis zu seinem Ruhestand 1968.
Er war Mitgründer der CDU in Schleswig-Holstein, für die er von 1950 bis 1968 im Landtag als Abgeordneter vertreten war. Er war parlamentarischer Vertreter des Kultusministers und Landtagsvizepräsident.
Er gründete den "Filmclub Kiel".
Von 1965 bis 1967 war er Verwaltungsrat des NDR. Wegen einer Beratertätigkeit für den Axel-Springer-Verlag kam es zu Differenzen, in deren Folge Schwinkowski alle Ämter niederlegte und 1968 nach Konstanz verzog.
Er lebte dann neben Konstanz mit seiner Frau noch viele Jahre in Skanès-Monastir in Tunesien und baute dort ein Haus. Er war Mitbegründer der "Deutsch-Tunesischen-Gesellschaft".

