Arthur Sakheim
Arthur Sakheim (1889 in Libau, Kurland; ? 1931 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Schriftsteller, Journalist und Dramaturg.Leben
Nach seinem Schulbesuch in seiner Heimatstadt, begann Sakheim an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte, Philosophie und Sprachwissenschaften zu studieren. Später wechselte mit den gleichen Fächern an die Sorbonne und konnte bereits 1908 sein Studium erfolgreich mit einer Dissertation über E. T. A. Hoffmann an der Universität Zürich abschliessen.
Anschließend lebte Sakheim einige Jahre in Hamburg und arbeitete dort als Journalist bei der Zeitschrift Der Freihafen. In dieser Zeit begann er auch fürs Theater zu schreiben; daneben fungierte er auch als Dramaturg für die Hamburger Kammerspiele. Über seine Arbeit machte Sakheim u.a. die Bekanntschaft der Journalisten Emil Faktor und Egon Erwin Kisch.
Nach dem Ersten_Weltkrieg fand Sakheim als Redakteur bei der Zeitschrift Blätter der Städtischen Bühnen in Frankfurt/M. eine Anstellung. Von dort kam er 1926 als Spielleiter an das Schauspielhaus (Frankfurt) unter Vertrag.
Werke
* E. T. A. Hoffmann. Studien zu seiner Persönlichkeit und seinen Werken. Haessel, Leipzig 1908.
* Expressionismus, Futurismus, Aktivismus. 3 Vorträge. Bimini-Verlag, Hamburg 1919
* Die fünf Komödien des Marquardt van Vryndt. Reissner, Dresden 1913.
* Das jüdische Moment in der Weltliteratur. 7 Vorträge. Goldschmidt, Hamburg 1924.
* Kunst und soziale Revolution. Konrad-Hanf-Verlag, Hamburg 1921.
* Marion in Rot. Roman. Müller, München 1912.
* Masken. Hamburgische Schauspieler-Bildnisse. Janssen, Hamburg 1911.
* Pilger und Spieler. Eine Komödie in 10 Bildern (4 Akten). Bimini-Verlag, Hamburg 1920.
* Pourceaugnac auf Freiersfüßen. Lustspiel in 3 Akten. Konrad-Hanf-Verlag, Hamburg 19231 (frei nach Molière)
* Der Zaddik. Ein Drama in 3 Akten. Verlag Kaufmann, Frankfurt/M. 1929.
Literatur
* Ursula Wamser, Wilfried Weinke (Hrsg.): Eine verschwundene Welt. Jüdisches Leben am Grindel. Zu Klampen Verlag, Springe 2006, ISBN 3-934920-98-5.

