Artemidor von Daldis
Artemidor von Daldis, auch Artemidor von Ephesos (griechisch , Artemídoros ho Daldianós, lateinisch Artemidorus Daldianus), war ein Traumdeuter und Wahrsager aus der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts. Er stammte wohl aus Ephesos, wird aber oft, auch zur Unterscheidung von dem Geographen Artemidor von Ephesos, nach der Stadt Daldis in Lydien benannt, aus der seine Mutter stammte.Artemidor ist der Verfasser des aus fünf Büchern bestehenden Werkes Oneirokritika (griech. ?Traumdeutung?) in dessen letztem Buch er versucht, 95 Träume und ihre Bedeutung für das wahre Leben zu erklären. Aufgrund dieses Werkes wird vermutet, dass Artemidor ein Stoiker war. Sein Werk gilt heute als interessantes Beispiel für den antiken Aberglauben.
Ausgaben und Übersetzungen
* Roger A. Pack (Hrsg.): Artemidori Daldiani Onirocriticon libri V. Teubner, Leipzig 1963.
* Karl Brackertz (Übers.): Das Traumbuch. Artemis-Verlag, Zürich/München 1979, ISBN 3-7608-3661-5.
* Friedrich S. Krauss (Übers.): Traumkunst. Reclam, Leipzig 1991, ISBN 3-379-00712-9.
Literatur
* Walther Sontheimer: Artemidoros, Nr. 4. In: Der kleine Pauly, Bd. 1 (1964), Sp. 617?618.
*Lexikon der Antike, Leipzig, 1987, S. 62
* István Hahn: Traumdeutung und gesellschaftliche Wirklichkeit. Artemidorus Daldianus als sozialgeschichtliche Quelle. Univ.-Verl. Konstanz, Konstanz 1992, ISBN 3-87940-395-3.
* Christine Walde: Antike Traumdeutung und moderne Traumforschung. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2001, ISBN 3-538-07117-9.

