Arque (Provinz)
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s, gefriergetrocknete Kartoffeln]]
Arque [http://www.indexmundi.com/z/?lat=-17.8&lon=-66.3833333&t=p&r=520&p=arque&cc=bl&c=bolivia] ist eine der 16 Provinzen im Departamento_Cochabamba in den östlichen Kordilleren des südamerikanischen Staates Bolivien.
Lage
Die Provinz Arque liegt auf etwa 3.000 bis 4.500 m Höhe in den bolivianischen Anden ca. 250 km westlich von Cochabamba, der Hauptstadt des gleichnamigen Departamentos. Die Landschaft ist stark zerklüftet. Am nördlichen Ufer des Río Arque, einem Zufluss des Río Grandes, liegt die Provinzhauptstadt Arque. Die Provinz Arque wird umschlossen von den Provinzen Tapacarí im Nordwesten, Quillacollo im Nordosten, Capinota im Osten, Bolívar im Süden und den Departamentos Oruro im Westen und Potosí im Südosten.
Klima
In den Monaten Dezember bis April herrscht die Regenzeit, wobei die Niederschläge oft als verheerende Hagelschauer fallen, die Aussaaten und Ernten vernichten. Nachtfröste sind noch in den Monaten April bis Mai und im September verbreitet.
Politische Gliederung
Die Provinz Arque ist in zwei Municipios (Deutsch: Gemeinden), auch Sektionen (Spanisch: sección) oder secciónes municipales genannt, gegliedert: Arque (C. Villa de Arque) im Westen der Provinz (1. Sektion) und Tacopaya (2. Sektion) im Osten. Die beiden Gemeinden mit jeweils einem Bürgermeister und Gemeinderat sind wiederum in sieben Kantone unterteilt, die jeweils unter der Obhut eines Corregidors (ehemals: Richter) stehen. Hauptstadt der Provinz ist Arque. Die Provinz wird von einem Subpräfekten geleitet.
Bevölkerung
Zur Zeit der Volkszählung von 2001 lebten in der Provinz Arque 23.464 Einwohner. Arque gilt als eine der ärmsten oder sogar ärmste Provinz innerhalb Cochabambas. Die überwiegend ländliche, zum Volk der Quechua gehörige Bevölkerung lebt zumeist in behelfsmäßigen Unterkünften aus Lehmziegeln mit Dächern aus Lehm und Stroh und einem Fussboden aus festgestampfter Erde. Oft bestehen die Häuser nur aus einem Raum, in dem zudem auf offenem Feuer gekocht wird. Über 80 % der Haushalte müssen ohne Strom auskommen. Fließendes Wasser gibt es nur in jedem dritten Haushalt. Etwa 97 % der Häuser verfügen über keinerlei sanitäre Einrichtungen. Die meisten Familien betreiben Landwirtschaft für den Eigenbedarf. Auf den kargen, abschüssigen Feldern werden Mais, Weizen, Gerste und Kartoffeln angebaut. Letztere werden auch nach traditionellem Verfahren gefriergetrocket im Boden konserviert und als Chuños verzehrt.
Sprache
Die überwiegend indigene Bevölkerung spricht Quechua. 60 % der Menschen versteht ausschließlich Quechua. Viele wachsen aber zweisprachig auf und verständigen sich auch in Spanisch. Aymara wird von einem geringen Teil beherrscht. An den Schulen wurde bisher vorwiegend in Spanisch unterrichtet.
Bevölkerungsdaten
Verkehr
Im Juni 2006 wurde die längste Wantenbrücke des Landes fertiggestellt. Die 162 m lange Brücke überquert den Río Tacopaya. Sie befindet sich bei Kilometer 101 auf der Straße nach Oruro. Zweck dieser Brücke ist eine das Jahr über durchgängige Befahrbarkeit, während der Weg zuvor üblicherweise abgeschnitten wurde, wenn der Fluß in der Regenzeit viel Wasser führte.
Weblinks
• Bevölkerungsdaten (Spanisch)

