Arosa
Arosa ist eine Gemeinde im Kreis_Schanfigg, Bezirk_Plessur des Kantons_Graubünden in der Schweiz. Der Ferien- und Erholungsort, höchstgelegene Siedlung im Schanfigg, besitzt ein bekanntes und schneesicheres Skigebiet mit über 70 Pistenkilometern.
Wappen
Beschreibung: In Blau über silbernem Zweispitzberg goldene Strahlensonne. Das seit 1935 in dieser Form geführte Wappen stellt die sonnige Höhenlage der Gemeinde dar.
Geographie
Arosa liegt 15 km (Luftlinie) südöstlich von Chur am Ende des Schanfigger Tals. Die rund 3 km weite, auf 1700 bis gelegene Mulde des Talschlusses ist an allen Seiten von Bergen umgeben. Das Gemeindegebiet umfasst den Einzugsbereich des Oberlaufs der Parpaner Rothorn (2861 m) zum Aroser Rothorn (2980 m, höchster Punkt der Gemeinde). Anschliessend führt sie auf dem Nordostgrat des Rothorns zum Erzhorn (2924 m) und Älpliseehorn (2725 m), so dass das Quellgebiet der Plessur mit der Aroser Alp, Älplisee (2156 m) und Schwellisee (1933 m) halbkreisförmig umfasst wird. Nachdem sie den Welschtobelbach auf 1659 m gequert hat, steigt die Grenze zum Grat der Leidflue (2560 m), umgreift mehrere abgelegene Talkammern und erreicht über den markanten Sandhubel (2764 m) am Valbellahorn (2763 m) den südöstlichsten Punkt des Territoriums. Der anschliessende Abschnitt ? Grenze gegen die Landschaft Davos ? wird durch die Passübergänge Alteiner, Bärentaler und Maienfelder Furgga in mehrere Gebirgsgruppen gegliedert; die höchsten Berge sind die Amselflue (2781 m), das Furggahorn (2727 m) und das vorgeschobene Schiesshorn (2605 m).
Das Dorf Arosa erstreckt sich über rund 2 km Länge, wobei der heutige Siedlungsschwerpunkt an Unter- und Obersee (1734 m) liegt. Ein drittes landschaftsprägendes Element neben den Seen und dem Kranz der Berge bildet die auf etwa 1800 m ü. M. verlaufende Waldgrenze: Westlich des Dorfes herrschen Alpweiden und ausgedehnte Geröllhalden vor, talabwärts, wo sich die Plessur bis zur Talenge von Litzirüti auf 4 km Länge um 300 m eintieft, dominiert der geschlossene Nadelwald.
Im Jahr 1997 wurden 42.0 % der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt, der Wald nahm 15.2 % ein, die Siedlungen 3.1 %. Als unproduktiv galten 39.7 %.
Nachbargemeinden sind Langwies, Davos, Wiesen, Schmitten, Alvaneu, Lantsch/Lenz, Vaz/Obervaz, Tschiertschen, Molinis und Peist.
Geschichte
Die ersten bekannten Siedlungen existierten im 13. Jahrhundert. Nach 1300 liessen sich aus Davos kommende, deutsch sprechende Walser in Arosa (1330 als Araus erwähnt) nieder und vertrieben die ursprünglichen rätoromanischen Siedler. In den nächsten Jahrhunderten lebte die Aroser Bevölkerung von der alpinen Weidewirtschaft. Aufgrund des Missverhältnisses zwischen geringer Einwohnerzahl und grossem Territorium wurden ausgedehnte Alpweiden an auswärtige Grundbesitzer verkauft: die Sattelalp an die Bürgergemeinde Chur, die Furggaalp an die Bürgergemeinde Maienfeld, die Alp Altein Tiefenberg an Gemeinden im mittleren Albulatal.
Bis weit ins 19. Jahrhundert blieb Arosa ein weltabgeschiedenes Bauerndörfchen. Durch das enge Plessurtal nach Chur bestand keine Strasse. Wichtigste Verbindung zur Aussenwelt waren die beschwerlichen Passwege nach Davos, zu welchem Ort Arosa bis 1851 auch politisch gehörte. Im Jahr 1850 war die Bevölkerung auf 52 Einwohner abgesunken. Der Aufschwung setzte erst ab 1883 ein, als Arosa von dem deutschen Arzt Dr. Otto Herwig, der in Davos von einem Lungenleiden geheilt wurde, als Luftkurort entdeckt wurde. Bereits 1888 wurde ein erstes Sanatorium eröffnet. Ab 1900 gesellte sich langsam der Wintersport hinzu. 1938 nahm man die ersten Skilifte in Betrieb, und 1956 wurde die Weisshornbahn eröffnet, der bald weitere Seilbahnen folgten. Eine Verbindung zum Skigebiet von Lenzerheide ist in Planung.
Thomas Mann verbrachte in Arosa die ersten Wochen seines Exils.
Bevölkerung
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Einheimischen leben fast ausschliesslich vom Ope(r)n Air-Opernfestival der Alpenoper Arosa unter Leitung Andreas Kröpers jährlich viele hunderte Tagesgäste an. Zudem findet seit 1991 alljährlich das Arosa Humorfestival statt, mit bekannten Künstlern aus dem In- und Ausland. Das Publikum wählt einen Künstler, der mit dem sogenannten " Schneestern " prämiert wird. 2006 gewann Rebecca Carrington den Preis. Preisträger der Vorjahre sind u.a. Gerhard Polt und Malediva. Auf einem Wanderweg entlang des "Hausberges" von Arosa, dem Tschuggen, findet sich eine Attraktion der besonderen Art: Infolge langjähriger (verbotener) Fütterung mit Nüssen durch Touristen fast handzahme Eichhörnchen, die schon mal das Hosenbein eines Wanderers erklettern oder auf die Schulter springen.
Verkehr
Arosa ist Endpunkt der 1914 eröffneten Chur-Arosa-Linie der Rhätischen_Bahn und der parallel verlaufenden, 1890 fertiggestellten Kantonsstrasse.
Persönlichkeiten
Gian Simmen, Snowboarder
Roger Staub, Skirennfahrer
Kathrin Rüegg, Autorin und Fernsehköchin der Sendung Was_die_Grossmutter_noch_wusste
David Zogg, Skirennläufer
Weblinks
• Offizielle Website der Gemeinde Arosa
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• Arosa Tourismus
• Arosa Bergbahnen
• Ope(r)n Air Festival Arosa
• Arosa Humorfestival
• Tschuggenhütte

