Arnold von Möhl
Arnold Ritter von Möhl (26. März 1867 in Nandlstadt bei Freising; ? 27. Dezember 1944 in Starnberg) war ein deutscher General (1922) und Infanterie-Kommandeur im Ersten_Weltkrieg.Leben
Der katholische Möhl besuchte das humanistische Gymnasium.
1884 trat er als Offiziersaspirant in das 6. Infanterie-Regiment ein; 1892-1905 absolvierte er die bayerische Kriegsakademie. 1901 wurde er als Hauptmann zum Generalstab nach Ingolstadt versetzt, fünf Jahre später im Majorsrang als Lehrer an die Kriegsakademie, deren Direktion er 1913 übernahm. 1914 zog Möhl als Kommandeur des 6. Infanterie-Regiment an die Westfront. Als Generalstabchef des I. bayerischen Armeekorps wurde er am 8. April 1915 zum Generalmajor befördert. Im folgenden Jahr wurde er Kommandeur einer Infanteriebrigade, im Januar 1917 Kommandeur der 16. bayerischen Infanterie-Division, die im Frühjahr 1918 der 17. Armee, im Herbst der 4. Armee angegliedert wurde. In Anerkennung der erfolgreichen Abwehr eines britischen Angriffs im Spätsommer 1918 bei Monchy-Bepaume wurde er mit dem Orden ?Pour le mérite? ausgezeichnet. Des weiteren erhielt er das Ritterkreuz des Militär-Max-Josephs-Ordens im Jahre 1918 und zählte somit zum bayerischen Personaladel.
Nach dem militärischen Zusammenbruch wurde er zu einer politisch zentralen Figur bei der Neuordnung des Militärwesens, der Niederschlagung der Räteherrschaft in Bayern und Etablierung der Reaktion.
Danach widmete er sich wieder mehr militärischen Aufgaben zu und wurde am 23. Juni 1920 Generalleutnant und schließlich am 6. März 1922 zum General der Infanterie befördert. In der bayerischen Innenpolitik unterstütze er im März 1920 den Putsch Georg Escherichs und Ernst Pöhners gegen die sozialdemokratische Landesregierung Hoffmann. Aus seiner Sympathie zu rechtsgerichteten Kreisen und zu Einwohnerwehren machte er keinen Hehl, distanzierte sich jedoch von den Nationalsozialisten, die trotzdem Nutznießer seiner Politik blieben. Um Möhl von der politischen Bühne in Bayern zu entfernen, ernannte ihn die Reichsregierung am 14. Dezember 1922 zum Oberbefehlshaber des Gruppenkommandos II in Kassel und bestimmte den loyaleren Otto von Lossow zum neuen Wehrkreisbefehlshaber in Bayern. Zum Jahresbeginn 1925 wurde Möhl in den Ruhestand versetzt.
Wieder in seiner Heimat, gehörte er im Herbst 1925 zu den Gründern der Vereinigung ?Bayerntreue?. Er war aktives Mitglied des ?Kyffhäuser-Bundes? und pflegte engen Kontakt zum Kronprinzen_Rupprecht_von_Bayern. 1928 zog er nach Starnberg. Die Nationalsozialisten verübelten es Möhl, von ihm für seine monarchistischen Ziele benutzt worden zu sein. Bei Möhls Beisetzung wurden daher jedwede militärischen Ehrungen untersagt.
Werke
Unsere bewaffnete Macht, 1919
Literatur
Neue Deutsche Biographie, 17. Bd.: Melander - Moller, 1994

