Christer Fuglesang
Arne Christer Fuglesang (Physiker und Astronaut. Er war der erste Skandinavier im Weltraum.
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Fuglesang ist der Sohn einer Schwedin und eines Norwegers. Er wuchs in der schwedischen Hauptstadt auf, besuchte nach der Grundschule das Bromma-Gymnasium und legte 1975 sein Abitur ab. Er studierte dann Technische Physik an der Königlichen_Technischen_Hochschule_KTH (Kungliga Tekniska Högskolan), die ihm 1981 ein Magister-Diplom verlieh. An der Universität Stockholm (Stockholms Universitet) spezialisierte er sich auf Teilchenphysik und promovierte 1987 in diesem Fach.
Bereits als angehender Doktorand hatte Fuglesang am Teilchenbeschleuniger CERN in der Schweiz gearbeitet. Als er seine Promotion in der Tasche hatte, erhielt er dort eine Festanstellung. Im ersten Jahr forschte er am K-Meson und wurde dann zum Leiter für Teilchenerkennung. Ab November 1990 arbeitete er am Hadronenbeschleuniger des CERN.
Astronautentätigkeit
Als die europäische Weltraumorganisation ESA 1989 begann, Bewerber für ihre zweite Astronautengruppe zu suchen, meldete sich Fuglesang zusammen mit weiteren 22.000 Europäern. Jedes ESA-Mitgliedsland war aufgerufen, zwischen drei und fünf Kandidaten vorzuschlagen. Insgesamt kamen 60 potentielle Bewerber zusammen, aus denen schließlich im Mai 1992 sechs der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.
Zusammen mit dem Spanier Duque und der einzigen ausgewählten Frau, der Belgierin Merchez, reiste Fuglesang im Oktober 1992 nach Russland. Im Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum erhielten sie einen vierwöchigen ?Schnupperkurs?, bevor sie am European Astronaut Centre (EAC) in Köln ihre Grundausbildung erhielten.
In Vorbereitung auf die in Kooperation geplante europäisch-russische Mission ?Euromir 95? wurden im Mai 1993 Fuglesang und sein deutscher Kollege Thomas Reiter aufgestellt. Einer von beiden sollte zwei Jahre später zur Raumstation_Mir fliegen und dort Experimente durchführen. Das Intensivtraining fand im ?Sternenstädtchen? statt. Ein halbes Jahr vor dem Start fiel die Wahl auf Reiter ? Fuglesang wurde zu seinem Reservekosmonauten ernannt und fungierte während des Fluges als Verbindungssprecher.
Im Anschluss an ?Euromir 95? blieb Fuglesang in Moskau und erhielt eine halbjährige Schulung am Sojus-Raumschiff, bevor er im Herbst 1996 in die Vereinigten Staaten reiste, um am Astronautentraining der NASA teilzunehmen. Mit der 16. Gruppe wurde er anderthalb Jahre lang am Johnson_Space_Center_(JSC) zum Missionsspezialisten ausgebildet. Bevor er im Astronautenbüro des JSC Ansprechpartner für russische Raumfahrzeuge wurde, schloss er zwischen Mai und Oktober 1998 seine Ausbildung zum sogenannten Rückkehrkommandanten für Sojus-Raumschiffe ab. Danach wurde er in die Unterstützungsmannschaft (Support Crew) für die zweite_Stammbesatzung der Internationalen_Raumstation_(ISS) berufen.
Die Celsius-Mission
Fuglesang wurde im Februar 2002 für seinen ersten Raumflug aufgestellt. Am 10. Dezember 2006 startete er als Missionsspezialist mit dem Shuttle-Flug STS-116 zur Raumstation. Somit war Fuglesang der erste Skandinavier im Weltraum. Entsprechend groß war das Medienecho in allen nordischen_Ländern über ?ihren Astronauten?. Die Landung erfolgte am 22. Dezember.
Die ESA gab Christer Fuglesangs Raumflug den Namen ?Celsius Mission? [http://www.esa.int/SPECIALS/Celsius/index.html ESA: Celsius mission] (englisch), nach dem schwedischen Physiker Anders Celsius. Die Mission bestand aus folgenden Punkten:
*die Installation der Gitterstruktur_P5
:Fuglesang war der erste ESA-Raumfahrer, der direkt beim Ausbau der ISS mitarbeitete.
*Umbau der Stromversorgung und der Wärmeregulierung
:Fluglesang schloss bei einem zweiten Außenbordeinsatz die von STS-115 gelieferte P3/4-Struktur an.
*zusätzliche Außenarbeiten
:Bei beiden Außenbordarbeiten verlegte Christer Fuglesang die zwei CETA-Transportkarren und wechselte eine defekte Kamera aus.
*Auswecheln der Stammbesatzung
:Erstmals befanden sich zwei ESA-Raumfahrer an Bord der ISS. Der Deutsche Thomas Reiter wurde durch die US-Amerikanerin Sunita_Williams abgelöst.
*Weiterführen der europäischen Experimente
*Anlieferung von Ausrüstung mit dem Spacehab
*Dritter Ausstieg in den Weltraum wegen Problemen beim Einholen eines Solarpanels
:Fuglesang und sein Kollege Robert Curbeam lösten auch dieses unerwartete Problem. Curbeam war viermal außerhalb des Space Shuttles während einer Mission und ist damit NASA-Rekordhalter.
Christer Fuglesang grüßte das skandinavische Publikum nach seinem ersten Weltraumspaziergang auf Schwedisch und bezeichnete seine Erlebnisse als ?otroliga? (unglaublich).
Privates
Christer Fuglesang ist verheiratet und hat drei Kinder. Zu seinen Hobbys zählt er Segeln, Ski fahren, Frisbee spielen und Lesen.
Siehe auch
• der Raumfahrer]
Liste der Weltraumspaziergänge
Quellen
Weblinks
• ESA-Biographie (englisch)
• spacefacts.de
• Biographie auf den Seiten der schwedischen Raumfahrtorganisation (schwedisch)

