Snæfellsbær
Die Gemeinde Snæfellsbær liegt im Westen Islands in der Region Vesturland auf der Halbinsel Snæfellsnes. Sie zählt 1.702 Einwohner (2006). Die größten Siedlungen sind Ólafsvík (988 Einwohner), Hellissandur (406 Einwohner) und Rif (137 Einwohner).
Die Gemeinde entstand am 11. Juni 1994 durch den Zusammenschluss der Stadt Ólafsvík (Ólafsvíkurbær) mit den drei Landgemeinden Staðarsveit, Breiðuvíkurhreppur und Neshreppur. Die Landgemeinde Fróðárhreppur war bereits am 1. April 1990 nach Ólafsvík eingemeindet worden.
Einwohnerentwicklung
Ólafsvík
Ólafsvík liegt an der Westspitze der Halbinsel Snæfellsjökull. Er gehört zu den malerischsten Orten der Halbinsel, da er über eine auffallend erodierte schwarze Steilküste mit Höhlen und Felsentoren verfügt. Diese sieht man besonders gut auf einer 2,5 km langen Wanderung in den Nachbarort Hellnar.Das Meer hat bei Arnarstapi die Basaltsäulen am Strand umgeformt und unterschiedlichste Buchten und Höhlen gebildet, die unter die Klippen hineinreichen. Einige dieser Höhlen sind oben offen und im Sturm und in hohen Wellen schäumt es aus diesen herauf.
Am Meer steht eine Statue der Sagenfigur Bárður Snæfellsás (vgl. Hauptartikel Snæfellsjökull).
Die zahlreichen Sommerhäuser gehören jedoch keineswegs nur Touristen, sondern hauptsächlich Saisonfischern, die im Sommer von hier aus zum Kabeljaufang aufbrechen
Hellissandur
ist ein kleiner Fischerort. Im 18. Jahrhundert wurde von hier aus oft zum Fischfang gefahren. Es existiert auch ein Fischereimuseum im Ort.Die Küste um die Spitze von Snæfellsnes herum gilt aber als Schiffsfriedhof. Die Bilanz der Schiffsunglücke spricht eine traurige Sprache, so gab es im 17. Jahrhundert 300, im 18. Jahrhundert gar 400 Tote allein auf diesem Küstenstrich zu beklagen, auch zwischen 1892 und 1895 strandeten hier 5 große Schiffe und in den Jahren von 1910-1920 starben 28 Seeleute.
In unmittelbarer Nachbarschaft des Orts Hellisandur befindet sich seit 1959 eine Sendeanlage für Langwelle, deren im gleichen Jahr errichteter 412 Meter hoher Sendemast Gufuskálar das höchste Bauwerk Westeuropas sein dürfte. Diese Sendeanlage wurde von 1959 bis Mitte der 1990er Jahre von der US-amerikanischen Armee zur Funknavigation genutzt. Heute dient sie dem isländischen Rundfunk zur Verbreitung eines Radioprogramms im Langwellenbereich.
Söhne und Töchter der Gemeinde
Erró (* 1932 in Ólafsvík), Maler
Weblinks
• Webpräsenz der Gemeindeverwaltung (isländisch)

