Armin Raufeisen
Armin Raufeisen (? 1987) war ein Spion des DDR-Auslandsgeheimdienstes.Raufeisen verpflichtete sich 1957 als überzeugter Kommunist zur Arbeit für den DDR-Auslandsgeheimdienst. Er wurde zur Wirtschaftsspionage in die Bundesrepublik geschleust und nahm eine Tätigkeit bei Preussag in Hannover auf.
Er wurde 1979 durch den Überläufer Werner Stiller, Oberleutnant des Ministeriums_für_Staatssicherheit, an den Bundesnachrichtendienst verraten. Raufeisen wird vom DDR-Geheimdienst in die DDR zurückbeordert, um einer drohenden Verhaftung zu entgehen. Seine Frau und die beiden Söhne, die nichts von seiner Spionagetätigkeit wussten, nahm er mit in die DDR.
Die Söhne konnten sich mit der Situation nicht abfinden und wollten zurück nach Hannover. Der minderjährige Thomas musste bei den Eltern in der DDR bleiben. Michael aber weigerte sich, den Staatsbürgerschaftsantrag zu unterschreiben und durfte ausreisen.
Wegen des Versuchs von Raufeisen, zwecks Überlaufens in die BRD Kontakt zu westlichen Geheimdiensten aufzunehmen wurde die Raufeisens verhaftet und vor Gericht gestellt. Die Ehefrau Charlotte und Sohn Thomas wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, Armin Raufeisen erhielt lebenslänglich. Thomas verbüßte seine volle Haftstrafe im Zuchthaus Bautzen und wurde im September 1984 entlassen und durfte zu seinem Bruder nach Hannover ausreisen. Die Eltern blieben weiterhin inhaftiert. Am 12. Oktober 1987 verstirbt Raufeisen unter bis heute ungeklärten Umständen nach einer Operation im Haftkrankenhaus Meusdorf.
Charlotte Raufeisen wurde im September 1988 aus der Haft in Bautzen entlassen und durfte im April 1989 in die BRD ausreisen.
Weblinks
• 3SAT Filbeschreibung "Unser Vater, der Spion"
• Feature im Deutschlandfunk 15.05.2007: "Ich wollte doch nur nach Hause"
* Eine Jugend im falschen Deutschland Von Henry Bernhard

