Arlewatt
Arlewatt (dänisch: Arlevad, friesisch: Alwat) ist eine kleine Gemeinde im Norden von Husum im Kreis Nordfriesland.
Geografie
Die natürliche Grenze im Norden des Gemeindegebiets ist die Arlau. Im Norden jenseits der Arlau liegen die Gemeinden Ahrenshöft und Viöl, im Osten schließt sich die Gemeinde Olderup, im Süden Horstedt und im Westen die Hattstedtermarsch an. Eventuell entstand der Name der Gemeinde Arlewatt dadurch, dass man die Arlau aufgrund der geringen Wassertiefe auf dem Gemeindegebiet durchwaten kann.
Geschichte
Die alte Burg Arlewatt wurde wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut. 1627 erwarb Herzogin Augusta des Gut und baute es um. Aus dieser Zeit stammt der Name "Rode Huus" und wohl auch der volkstümliche Name "Grieshus". Das Schloss diente als Vorbild für die 1884 von Theodor Storm verfasste Novelle "Chronik von Grieshus". Heute steht nur noch der 1735 errichtete Haubarg. Er ist der nördlichste Haubarg im Kreis Nordfriesland. Wahrscheinlich trug man das Schloss beim Bau des Haubargs ab. Das Gut "Arlewatthof" wurde 1772 parzelliert.
Politik
Der Gemeinderat besteht aus 9 Mitgliedern, die aktuell zwei Wählervereinigungen angehören. Politische Parteien sind in Arlewatt kommunal nicht aktiv.
Wappen
Blasonierung: Über blauem Wellenschildfuß in Gold ein roter Haubarg, begleitet oben rechts von einem roten Pflug und oben links von einer leicht schräg gestellten roten Heidesense.
Sport
Arlewatt stellt mit dem Sportzentrum (SZ) Arlewatt den Sportverein für die Dreidörfergemeinschaft Arlewatt, Olderup und Horstedt.
Regelmäßige Veranstaltungen
Während der Pfingstwoche findet jedes Jahr das Zeltfest Arlewatt statt, eines der größten Zeltfeste der gesamten Region während der sommerliche Festsaison. Dazu kommen insbesondere am Samstag vor Pfingsten mehrere tausend Besucher in die kleine Gemeinde.
Bildung
Nach dem Konzept der Dreidörfergemeinschaft befindet sich der Kindergarten der Gemeinde Arlewatt in Olderup und die Grundschule in Horstedt.
Quellen
Husumer Nachrichten vom 10.04.1988: Mit Wünschelrute auf Suche nach "Rode Hus"; Heinrich Brauer u.a.: Die Kunstdenkmäler des Kreises Husum, Berlin 1939.

