Arleigh-Burke-Klasse
Besatzung
thumb|Kommandozentrale_der_McFaul
thumb|130px|Kombüse_der_Shoup
Die Schiffe des Flight I und II tragen je 26 Offiziere und 315 bis 330 Mannschaften und Unteroffiziere. Auf denen des Flight IIA betragen die Zahlen 32 beziehungsweise 348 bis 350. Die Steigerung ist hauptsächlich durch die Helikoptercrews und -techniker zu erklären, die zusätzlich benötigt werden.
An Bord, auf Level 1, existiert eine große Messe, in der die Mannschaften der Schiffe 24 Stunden am Tag essen können, zu jedem Schichtwechsel, also alle acht Stunden, wird eine warme Mahlzeit serviert. Zusätzlich befinden sich auf den unteren Decks Friseure, eine Wäscherei, sowie Einkaufsmöglichkeiten für die Crew.
Die Mannschaft ist eingeteilt in sechs so genannte Departments, etwa Abteilungen.
Dies sind: Administrative Department, zuständig für die Personalverwaltung an Bord, den Umgang mit offiziellen Dokumenten, sowie die medizinische Versorgung. Ebenfalls zu Admin gehören die Master-At-Arms, die für die Disziplin an Bord verantwortlich sind.
Das Combat System Department ist in vier Divisions eingeteilt, die CE Division ist für die Kommunikations- und Navigationsselektronik verantwortlich, die CF Division betreibt das Aegis-System, die CS Division koordiniert Waffensystemtests sowie die Wartung selbiger, während die CX Division für die Tomahawks, Harpoons und Phalanx verantwortlich ist.
Das Weapons Department besteht aus der WA Division, die für die U-Jagd zuständig ist, sowie der WO Division die für den Umgang mit Munition an Bord verantwortlich ist.
Eingegliedert ins Engineering Department sind vier Divisions: Die A/R Division unterhält die nicht direkt kampfnotwendigen technischen Geräte, unter anderem die Klimaanlage, die Wäscherei und die Wasseraufbereitung und -verteilung. Die E Division kümmert sich hauptsächlich um die Stromversorgung, die MP Division ist für sämtliche Systeme rund um die Gasturbinen zuständig. Die DC Division ist für die Schadenkontrolle an Bord verantwortlich.
Das Operations Department ist ebenfalls in vier Bereiche unterteilt. Dies sind im einzelnen: Die OC Division, die für die Kommunikation verantwortlich ist, die OD Division, zuständig für alle Vorgänge an Deck (darunter fallen unter anderem An- und Ablegen sowie die Versorgung und Flugoperationen), weiter die OI Division, die in der Kommandozentrale des Schiffes das Radar und die EloKa-Systeme bedient, und die ON Division die die Seekarten verwalten und somit für die Navigation des Schiffes zuständig sind.
Letztes Department ist das Supply Department, das in fünf Divisionen eingeteilt ist. S-1 ist das ?Lagerhaus? des Schiffes, wo Ersatzteile gelagert werden. S-2 ist für die Nahrungsversorgung an Bord, also die Messe und die Kombüse zuständig, S-3 betreibt die Wäscherei, den Friseur sowie die Cola- und ähnliche Automaten. S-4 ist die ?Bordbank?, die sich um Geldangelegenheiten der Seeleute kümmert, S-5 letztlich ist verantwortlich für die Offiziersmesse.
Arleigh-Burkes im Einsatz
Einsatzprofil und Einsätze
thumb|right|Chung-Hoon_eskortiert_einen_Träger_und_ein_Landungsschiff_während_RIMPAC
Die Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse sind klar als Multi-Mission-Plattforms ausgelegt, können also mehrere Rollen gleichzeitig ausführen. So ist das SPY-1-Radar zusammen mit dem Aegis-Kampfsystem in der Lage, eine Rundum-Luftabwehr zu garantieren. Ebenso können mit den Tomahawks aber sowohl Landziele als auch Überwassereinheiten auf große Distanz angegriffen werden. Die Mark 46 Leichtgewichtstorpedos und Vertical-Launch-ASROC-Raketentorpedos befähigen die Schiffe zur Ausführung von U-Jagd. Je nach vorgesehener Verwendung der Schiffe auf einem Einsatz können die jeweiligen Waffen-Mixturen völlig frei gewählt werden.
Normalerweise agieren Burke-Zerstörern im Rahmen von Flugzeugträgerkampfgruppen. Sie bieten den im Wesentlichen unbewaffneten Trägern Luftschutz und werden im Gegenzug von den Trossschiffen der Gruppe mit Treibstoff versorgt. Dank ihrer Stealth-Fähigkeiten können die Zerstörer aber auch abseits der Gruppe operieren, sie etwa für einen Raketenangriff auf Landziele temporär verlassen. Dabei sind die Hubschrauber der Flight-IIA-Schiffe von Bedeutung, da diese als ?Außenbord-Sensor? die umliegenden Gewässer über die Kimm hinaus aufklären können.
Im Krieg wurden Einheiten der Arleigh-Burke-Klasse sowohl im Afghanistan-Krieg 2001 als auch während der gegen den Irak gerichteten Operationen Desert_Strike 1996, Desert_Fox 1998 und Iraqi_Freedom 2003 eingesetzt. Neben der Eskortfunktion waren die Schiffe jedes Mal auch in Marschflugkörper-Angriffen auf Landziele eingebunden.
Attentate und Unfälle
thumb|right|Cole_auf_MV_Blue_Marlin
Der schwerste Zwischenfall mit Schäden an einem Arleigh-Burke-Zerstörer war der Terroranschlag der Al-Qaida auf die USS Cole (DDG-67), die im Oktober 2000 durch ein mit Sprengstoff beladenes Boot im Hafen von Aden, Jemen, schwer beschädigt wurde. Dabei starben 17 Seeleute. Das Schiff wurde von dem Halbtaucherschiff M/V Blue Marlin in die Vereinigten Staaten zurückgebracht. Dort angekommen wurde die Cole bis April 2002 repariert und kehrte danach in die Flotte zurück. Weniger bekannt ist, dass bereits im Januar des selben Jahres ein Anschlag auf das Schwesterschiff der USS Cole, USS The Sullivans (DDG-68) scheiterte, weil das Angriffsboot wegen Überladung sank.
Unfälle mit Schiffen der Arleigh-Burke-Klasse beschränkten sich auf kleinere Kollisionen oder Grundberührungen, bei denen es, wenn überhaupt, nur Leichtverletzte gab. Solche kleineren Unfälle sind trotz aller Vorsicht und moderner Technik auch heute noch nicht unüblich geworden, finden aber in der überregionalen Presse kaum Beachtung.
Literatur
*Michael S. Sanders: The Yard: Building a Destroyer at the Bath Iron Works, New York: HarperCollins 1999; ISBN 0060192461 (über den Bau der USS Donald Cook)
*Michael Green und Gladys Green: Destroyers: The Arleigh Burke Class, Edge Books 2004; ISBN 0736827226
Weblinks
*
• offizielles Fact-Sheet der US Navy (engl.)
• Arleigh-Burke-Klasse auf den Seiten des US Naval Institute (engl.)
• Arleigh-Burke-Klasse auf globalsecurity.org (engl.)
• Arleigh-Burke-Klasse auf naval-technology.com (engl.)

