Arktisches Weidenröschen
|-
! Grönland heimisch, außer in den nördlichsten Küstenregionen. Außerdem kommt die Pflanze auch in den nördlichen Regionen des Nordamerikanischen Kontinents vor.
Das arktische Weidenröschen kann in kleinen oder auch größeren Gruppen vorkommen -- bevorzugt an Flußläufen, auf sandigem oder steinigem Untergrund, aber auch an Schutthängen und auf Trockenheiden.
Merkmale
Die Pflanze mit ihren breiten, blaugrünen Blättern wird 15-40 cm hoch. Blühende Stengel mit bis zu 15 purpurroten Blüten wachsen in Gruppen aus dem am Boden kriechenden Hauptstengel. Die 3-5 cm großen Blüten können stark in ihrer Farbe variieren. Zum einen kommen kräftig dunkle Formen vor, zum anderen kann man auch fast weiße Exemplare finden. Die Blütezeit liegt in den Monaten Juli und August.
Verglichen mit der südlicheren Verwandten, dem schmalblättrigen_Weidenröschen, hat das arktische Weidenröschen seine Blüten an die Insektenarmut höherer Breiten angepaßt. Insektenbestäubung kommt hier nur selten vor. Die Staubblätter des arktischen Weidenröschens sind geringfügig länger als die Fruchtblätter und machen eine Selbstbestäubung möglich.
Wissenswertes
Weitere wissenschaftliche Synomyme sind: Chamaenerion latifolium (L.) Sweet und Chamerion latifolium (L.) Holub.
Das arktische Weidenröschen gilt als Nationalblume Grönlands. Sein grönländischer Name niviarsiak bedeutet so viel wie junges Mädchen.
Literatur
*Génsbøl, B. (2004): A nature and wildlife guide to Greenland. Gyldendahl Publ.: Kopenhagen.
*Böcher, T.W, Holmen, K. & Jakobsen, K. (1966): Grønlands Flora., 2. Aufl. P. Haase & Søns: Kopenhagen.dk: Bredbladet Gederams od. Storblomstret Gederams

